Von November bis Dezember des vergangenen Jahres habe ich als Weihnachtsaufhilfe bei der Buchhandlungskette Thalia gearbeitet. Ich war dort eine sogenannte tolino-Fachfrau, verantwortlich für die Beratung und den Verkauf von E-Readern. Thalia verkauft mittlerweile aber nicht nur E-Reader, die sogenannten tolinos, sondern auch Tablets, die sinnigerweise auf den Namen tolino tab hören.
Ich muss offen und ehrlich gestehen, dass ich vor dieser Tätigkeit immer wieder steif und fest behauptet habe: ein E-Reader kommt mir nicht ins Haus! Im Vorfeld war ich gespannt darauf, wie schwer es mir fallen wird, etwas verkaufen zu müssen, was mich selbst nicht überzeugt. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich als bibliophiler Mensch doch den Geruch des Papiers brauche und das ganze haptische Erlebnis – rund um’s Buch. Für meine Tätigkeit als tolino-Fachfrau habe ich dann einen beinahe meterhohen Papierstapel gewälzt und mir für die Kundengespräche allerlei Informationen angelesen. Als ich schließlich ein Testgerät ausprobieren durfte, hatte ich zum aller ersten Mal einen E-Reader in der Hand.
Nach meinen ersten Versuchen, mit Kunden in Kontakt zu treten, war ich zunächst erstaunt: die dachten ja alle ähnlich wie ich! “Ich bin eine krasse Verfechterin des gedruckten Buches!” war wohl das stärkste Statement, das ich von einer jungen Dame zuhören bekam. Andere – vor allem junge Menschen – betonten, dass sie das Knistern der Seiten hören, die Druckertinte riechen oder das Gewicht des Buches in den Händen spüren müssen, um das Lesen genießen zu können. Ein älteres Ehepaar verkündete lachend, dass sie sich einen E-Reader erst dann kaufen werden, wenn er aus Holz angeboten wird. Den ein oder anderen tolino habe ich aber natürlich verkauft, bei den Abnehmern handelte es sich häufig um Menschen im Seniorenalter, die einfach mal Urlaub ohne Zusatzgepäck machen wollen oder drohten an der schieren Masse an Büchern zu ersticken, die sie besitzen.
In all dieser Zeit haben der tolino und ich uns Schritt für Schritt angenähert und mittlerweile sprießt ein zärtliches Bändchen, das uns verbindet. Das ist etwas, das ich im Vorfeld nicht für möglich gehalten hätte. Dadurch, dass ich gezwungen war, mit einem E-Reader in Berührung zu kommen, habe ich es geschafft, meine engstirnige “Entweder-Oder-Haltung” abzulegen. Warum denn nicht auch beides? Natürlich ist das Lesen auf einem E-Reader kein bibliophiles Ereignis, aber dafür ist es ab und an sicherlich praktisch – besonders dann, wenn man viel unterwegs ist. Auf meine Bücherregale und Lesestapel möchte ich nicht verzichten, doch wenn wir das nächste Mal Urlaub machen, freue ich mich auf ein leichteres Handgepäck. Der tolino ermöglicht es mir darüber hinaus, ein gutes Gefühl beim Lesen von E-Books zu haben, denn ich bin nicht an amazon gebunden.
Wie gesagt: vor nicht einmal drei Monaten hätte ich steif und fest behauptet, dass ein E-Reader mir nicht ins Haus kommt, doch nun ist er da. Ich habe einen neuen Mitbewohner und bin gespannt darauf, wie wir uns verstehen werden. Ich werde natürlich berichten und kann gleichzeitig verkünden, dass es rund um’s digitale Lesen noch eine mysteriöse Aktion auf meinem Blog geben wird. Mehr dazu erfahrt ihr in der nächsten Woche!
37 Comments
Petra Wiemann
February 27, 2014 at 2:39 pmEinen großen Vorteil sehe ich darin, die Schrift auf die gewünschte Größe einstellen zu können. Als Bloggerin kannst du dir Rezensionsexemplare sicher auch als Ebooks bestellen, das nimmt nicht so viel Platz weg 😉 .
Auf jeden Fall viel Spaß damit!
buzzaldrinsblog
February 27, 2014 at 4:52 pmIch danke dir! Das “Platzproblem” ist auch für mich eines der entscheidenden Argumente. Nicht jedes Buch will man ja in der Tat mehrfach lesen und sie nehmen dann ja doch in der Tat einiges an Platz weg. Da mir kein weiteres Regal gestattet wird, blieb nur noch der Griff zum E-Reader.
Philipp Elph
February 27, 2014 at 3:58 pmNie ein Telefon mit Tasten
Nie einen BMW mit Dieselmotor fahren,
Nie ein Smartphon
Ich bin konvertiert, zu all diesen Nies.
Natürlich war es nicht so, denn ich bin zumeist offen für Neues.
Bin Büchernarr, Liebhaber gedruckter Bücher,
Bibliophiler Bibliomane.
Und falls zu Weihnachten mir jemand einen Reader schenken würde, ich würde mich freuen.
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:33 pmSchön! 😀
Ich drücke dir die Daumen, dass dein Weihnachtswunsch erfüllt wird und wer weiß … nächste Woche kann man hier auch etwas gewinnen! Vielleicht klappt es ja dann schon! 😉
Kathrin
February 27, 2014 at 4:37 pmWillkommen im Club 😉 Wie dir erging es auch mir und vielen anderen: Was erst unvorstellbar erscheint, wird nach dem ersten Kontakt näher in Erwägung gezogen und schließlich überzeugt das digitale Lesen doch. Natürlich bevorzuge auch ich weiterhin das gedruckte Buch, aber ein E-Reader ist eben unglaublich praktisch – er passt in jede Tasche, hat eine lange Akkulaufzeit, man kann gleichzeitig viele Bücher mit sich herumtragen und viele Markierungen und Notizen machen, ohne dadurch gleich das Buch mit Farben und Bleistiftmarkierungen zu “verunstalten”.
Ich bin gespannt, wie deine weiteren Erfahrungen mit E-Books/dem E-Reader sein werden. Lustig finde ich ja, dass jemand, der E-Reader ablehnt bzw. keinerlei Erfahrung damit hat, diese überzeugend den Kunden anpreisen soll.
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:36 pmLiebe Kathrin,
ich wurde im Vorfeld vielleicht nicht wirklich günstig ausgewählt, da ich ja in der Tat keinerlei Erfahrungen mit dem digitalen Lesen hatte. Ich konnte mich aber schnell auf meine Verkaufstätigkeit einlassen, da war ich selbst überrascht. 😉 Das ich selbst damals noch nicht digital gelesen habe, ist praktisch nicht aufgefallen.
Ich freue mich aber, dass ich mit meiner Entwicklung nicht alleine bin. Ich finde es schade, wenn man sich von vornherein die Chance nimmt, etwas kennenzulernen. Das habe ich lange getan und als ich den Reader dann in der Hand hatte und mich näher damit beschäftigt habe, wurden mir plötzlich eben auch die Vorteile bewusst, die digitales Lesen haben kann.
Liebe Grüße
Mara
bookberry
February 27, 2014 at 5:34 pmDieses Gefühl, sich erst zum Reader hin entwickeln zu müssen, kenne ich auch gut. Und ebenso dieses statt “entweder – oder” ” sowohl – als auch”. Ich mag mittlerweile auch nicht mehr alles als Buch bei mir stehen haben. Andersherum finde ich es toll dank dem Reader immer eine kleine Bibliothek in der Tasche zu haben. Manches Lieblingsbuch habe ich mir sogar nochmal als E-Book geholt. Ist aber wirklich die Ausnahme. Bei mir ist es ein Kindle, der mir doch am besten gefällt. Aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Inzwischen lese ich dank passender App auch auf Smartphone und Tablet. Dennoch, das unvergleichliche haptische Erlebnis bietet mir nur das Buch. In der Geschichte versinken geht (meist) auch elektronisch. Gerade bei umfangreichen Büchern ziehe ich den Reader vor.
Seit ich den Reader habe, kaufe und lese ich auch viel gezielter und spontaner. Lese ich abends oder am Wochenende etwas über ein interessantes Buch, lade ich mir schnell mal eben die Leseprobe. Gefällt sie mir, bleibt nur noch die Frage: print oder elektronisch (da tue ich mich manchmal echt schwer). Klar, Fehlkäufe gibt es trotzdem noch, aber es kommt mir weniger vor. Und zu guter Letzt: jederzeit, fast überall, an fast jedes Buch zu kommen und es direkt lesen zu können – herrlich. 🙂
Ich wünsche Dir viel Spaß mit Deinem neuen Mitbewohner und bin gespannt, was Du berichtest. 🙂
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:41 pmLiebe Sonja,
der tolino überzeugt mich vor allen Dingen auch durch die Tatsache, dass ich dadurch nicht an amazon gebunden bin. Jeder kann diese Entscheidung selbst treffen, ich habe mich aber lange gegen das Thema E-Reader gewährt, weil ich nicht dazu bereit gewesen bin, Geld bei amazon auszugeben. Mit dem tolino fühle ich mich dann doch etwas wohler.
Übrigens finde ich es erstaunlich, dass gerade das Thema E-Reading für so eine Fraktionsbildung sorgt – eigentlich müsste es doch wirklich nicht “entweder-oder” heißen. Es ist doch am Schönsten, die Vorteile von beiden Varianten zu genießen – ich werde auf meine zahllosen gedruckten Bücher auch in Zukunft nicht verzichten, aber ich werde wohl auch einiges auf dem Reader lesen. Auf die Möglichkeit in Leseproben reinzuschnupper freue ich mich übrigens auch schon – ich hoffe nur, dass ich dadurch wirklich gezielter kaufe und nicht eher noch mehr!
Liebe Grüße
Mara
Hermia
February 27, 2014 at 6:34 pmIch glaube, diesen Prozess von “Sowas kommt mir nicht ins Haus!” hin zu “Wow, ist das praktisch!” machen fast alle ebook Reader Besitzer durch.
Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal was von ebooks gehört habe, da habe ich die Leute für verrückt erklärt.
Irgendwann aber platzen meine Regal aus allen Nähten und ich war inzwischen neugierig, bestellte mir einen nach ewig langen hin und her und war beim Anblick begeistert vom Display, weil ich mir das vorher einfach nicht vorstellen konnte. 😉
Was du schreibst über ältere Menschen, die sich eher einen Reader kaufen als jüngere, das ist auch mein Eindruck. Jüngere Büchernarren sagen oft, das sie die Bücher besitzen wollen, das sie eine schöne Sammlung aufbauen wollen. Ältere winken da eher ab – meistens gibt es schon ein tolles Regal, das übervoll ist und größere Schrift ist einfach herrlich. 🙂
Ich bevorzuge inzwischen ganz klar das ebook. Taschenbücher kaufe ich kaum noch. Aber ich schätze dafür ein schönes Hardcover wieder mehr als früher und die gönne ich mir dann auch ab und zu, wobei ich da schon sehr genau auswähle…
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:46 pmLiebe Hermia,
ich fand diese Erfahrung bei Thalia sehr spannend, da ich auch im Laden Kunden ansprechen sollte, habe ich mein Augenmerk zunächst auf jüngere Menschen gerichtet, auf eine Technikgeneration, aber es waren dann in der Tat vor allen Dingen Menschen jenseits der fünfzig, die sich für den Reader entschieden haben. Die jüngeren Menschen haben mir alle erklärt, dass sie entweder schon auf ihrem Smartphone lesen oder schlichtweg nicht auf gedruckte Bücher verzichten wollen.
Ich wünsche mir für mich auch, dass ich mithilfe des E-Readers vielleicht noch gezielter auswähle und kaufe – ich werde auf jeden Fall berichten, wie mein neuer Mitbewohner und ich uns weiterhin so verstehen werden.
Liebe Grüße
Mara
literallywriting
February 27, 2014 at 8:46 pmDiese Verwandlung habe ich letztes Jahr auch mitgemacht. Ja, gedruckte Bücher sind schöner, aber das “Platzproblem“… Jetzt geht es für mich jedenfalls nicht mehr ohne E-Reader…
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:43 pmIch bin schon gespannt darauf, wie weit meine Entwicklung führen wird, auf gedruckte Bücher werde ich wohl nie verzichten können, ein bisschen weniger dürften es dann aber schon sein. 😉
jancak
February 27, 2014 at 8:52 pmGratuliere, ich bin ja kein besonderer Gegner des E-Book-Lesens und auch eine, die mit diesen Richt-Tast- und Schnupperargumenten nichts anfangen kann. Aber mein zu Weihnachten geschenkt bekommener Reader, liegt inzwischen unbenützt auf dem Regel in Wien. Denn, was mache ich wirklich damit, wenn ich an die tausend ungelesene Printausgaben, eine genaue Leseliste habe und mir eigentlich fast immer neue Bücher holen kann oder hole? Ich lasse ihn liegen. Denn E-Books gibts nicht im offenen Bücherschrank und wenn mir jemand ein PDF-sendet, manche Verlage bieten ja inzwischen beides an, lese ich es auf den Laptop. Aber natürlich wird sich das Lesen verändern. Ein Buch ist es nicht, was man da hat, aber den Text und der läßt sich, das habe ich schon ausprobiert, genauso schnell und problemlos lesen und wenn ich demnächst nach Ungarn fahren werde, freue ich mich schon auf die Büchertasche, die ich dorthin mitnehme und natürlich auch auf die Säcke, die ich etwas früher von Leipzig nach Hause bringen werde. Viel Spaß mit dem Reader!
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:48 pmLiebe Eva,
dankeschön! Ich bin gespannt, wie weit ich ihn nützen werde und ob ich ihn in mein Lesealltag integrieren kann oder ob er auch irgendwann nur noch Staub ansetzen wird. Ich habe noch keine Vorstellung! 😀
Liebe Grüße
Mara
P.S.: Deine E-Mail beantworte ich sobald ich kann! 🙂
jancak
February 28, 2014 at 3:19 pmWenns geht bis 11. 3., da ich den Laptop nicht mitnehmen werde
Bücherphilosophin
February 28, 2014 at 12:29 amIch denke auch, dass man als Leser digital und analog – quasi das Erlebnislesen 😉 – gut miteinander kombinieren kann.
E-Reader sind schließlich nicht nur auf Reisen sehr praktisch sondern auch, wenn man mal schlecht mit dem Format eines gedruckten Buchs zurecht kommt. Die englische Ausgabe von “Geschichte für einen Augenblick” von Ruth Ozeki hat zum Bespiel so kleine Schrift, dass ich im Nachhinein lieber das eBook gekauft hätte – da kann ich die Schrift nämlich ändern.
Ein Nachteil elektronischer Büchern ist, dass man sie irgendwie nicht so wichtig nimmt, wie die gedruckten Bücher. Obwohl ja eigentlich vergleichbare Geschichten drin stehen. Mein eBook SuB verjüngt sich um einiges langsamer als der im Regal.
Viel Spaß mit Deinem eReader und LG,
Katarina 🙂
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:51 pmLiebe Katarina,
ich denke auch, dass man doch gut und gerne die Vorteile von beidem genießen kann. Die Möglichkeit beim Reader die Schriftgröße einstellen zu können, finde ich auch reizvoll. Genauso wie die Beleuchtung, dann meckert meine Freundin endlich nicht mehr, wenn ich Abends mal länger das Licht anlasse. 😉 Das Buch von Ruth Ozeki steht übrigens auch auf meiner Wunschliste, da bin ich gespannt, wie es dir gefallen wird.
Liebe Grüße
Mara
ullakeienburg
February 28, 2014 at 5:21 amZwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust… 🙂 #ambivalent LG Ulla
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:52 pmBei mir auch, bei mir auch … aber trotz E-Reader hört mein bibliophiles Herz keineswegs auf zu schlagen. 😀
ullakeienburg
March 1, 2014 at 4:33 pmdas einzige, zu dem ich mich aufraffen könnte, wäre ein reader , der UNAbHÄNGiG von amazon funkioniert. 🙂
buzzaldrinsblog
March 1, 2014 at 4:36 pmAber genau das ist ja beim tolino der Fall! 🙂
ullakeienburg
March 1, 2014 at 4:39 pmdeshalb: danke für den tipp 🙂
macg82
February 28, 2014 at 6:31 amEin sehr schöner Bericht, bei dem ich mich gerade selbst wieder finde. Ich habe zwar noch keinen E-Book Reader, aber ich trage mich schon seit einer ganzen Weile mit dem Gedanken einen zu kaufen, gerade wegen den Büchern, die man mal nebenbei wegliest und die dann nur noch im Regal verstauben. Wie sind deine ersten Erfahrungen mit dem Tolino? Will mich ebenfalls nicht vom kleinen a anhängig machen lassen. LG, Marc.
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:54 pmBisher sind meine ersten Erfahrungen sehr positiv, ich kenne aber auch kein Vergleichsgerät. Der tolino braucht immer einen klitzekleinen Moment, bevor sich die nächste Seit aufbaut. Ich bin aber gerne dazu bereit, dies in Kauf zu nehmen, wenn ich dadurch darauf verzichten kann, bei Amazon einzukaufen, da sträubt sich einfach alles gegen. Über meine weiteren Erfahrungen werde ich gerne berichten! 😀
Und wenn du noch etwas mit dem E-Reader-Kauf wartest, kann ich dir schon mal verraten, dass es hier nächste Woche ein kleines Gewinnspiel geben wird. 🙂
Liebe Grüße
Mara
perlengazelle
February 28, 2014 at 7:41 amAuch ich habe mir einen e-reader aus Platzgründen angeschafft – benutze ihn aber nur selten. Mir fehlt das Buch, das individuelle Aussehen. Die Bücherliste auf dem elektronischen Gerät ist so anonym, das Stöbern dort saftlos. Ich möchte einen Stapel auf dem Nachttisch liegen haben und ich möchte vom Buch “angesprochen” werden: “Nimm mich, lies mich!”
Und leider kann man bei den e-book lesenden Mitmenschen nicht mehr erkennen, was sie da gerade fesselt. 😉
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:56 pmDas stimmt, beim Fahren in Zug oder U-Bahn ist der E-Reader leider nicht ganz so aussagekräftig wie das Buchcover. 😉 Von deinen Erfahrungen – dass der E-Reader irgendwann in der Ecke liegt und verstaubt – habe ich auch schon häufiger gehört und ich bin gespannt, wie es mir in Bezug dessen ergehen wird. Vielleicht ist das ja auch nur eine Gewöhnungsphase … 🙂
Ariana
February 28, 2014 at 8:48 amSchöner Artikel! Und ja, diese Entwicklung kennen wir doch in stärkerer oder schwächerer Form alle. 😉
Mein erster Kontakt mit einem E-Reader fand vor Jahren auf der Leipziger Buchmesse statt, da wurde der erste Reader von Sony vorgestellt. Damals fand ich das noch ganz doof: “Ist doch kein Buch” und so. Ein paar Jahre hat es gedauert, dann ist doch ein Kindle bei mir eingezogen. Ich bin ja durchaus offen für technische Gadgets, wenn mich die Funktionalität überzeugt und mir einen echten Mehrwert verspricht. Und das war beim Kindle dann halt auf einmal erreicht. Meiner hat kostenlosen Zugang zum Shop über 3G und den habe ich auch durchaus schon genutzt, z. B. im Urlaub spontan ein E-Book gekauft, weil ich in dem Moment grad Lust drauf hatte, und wenige Minuten später losgelesen. Das ist schon sehr komfortabel!
Ich nutze den E-Reader vor allem auf Reisen (wobei da trotzdem zusätzlich ein paar echte Bücher mitkommen – mein SuB soll doch schrumpfen), mein Mann liest auf unserem Zweitgerät die “Zeit”. Schön handlich und weniger Papiermüll zu Hause – ist doch auch was wert. 😉
Schade finde ich nur, dass ich gekaufte E-Books nicht wie echte Bücher verleihen, vertauschen, weiterverkaufen kann. Das ist für mich auch bei digitalen Hörbüchern ein Manko. Aber vielleicht findet sich dafür in Zukunft ja auch eine praktikable Möglichkeit.
Bin auf jeden Fall gespannt, wie es dir und dem Tolino künftig ergeht – und bin schon neugierig auf die “mysteriöse Aktion ums digitale Lesen”, von der du sprichst. 🙂
buzzaldrinsblog
February 28, 2014 at 2:59 pmZum Reisen stelle ich mir den E-Reader auch sehr praktisch vor, liebe Ariana. Wir werden über Silvester für mehrere Tage verreisen und die Vorstellung, irgendwo im Nirgendwo zu sein und ganz dringend ein Buch zu brauchen, was nicht eingepackt hat, finde ich schrecklich! Da freue ich mich dann schon besonders auf die komfortable Lösung des E-Readers.
Darüber hinaus bin ich schon gespannt, wie stark ich den E-Reader auch zu Hause nutzen werde, bisher kann ich mich irgendwie noch nicht daran gewöhnen, zum Reader zu greifen, statt zum gedruckten Buch.
Liebe Grüße 🙂
Mara
Nina @ seitengezwitscher
February 28, 2014 at 6:48 pmIch habe mir einen Ereader gekauft, als ich meinen Arbeitgeber gewechselt hab und wusste, dass ich zukünftig 2 Stunden am Tag in Bahn und Bus sitzen würde. Täglich ein Buch mitzuschleppen kam mir zu blöd vor. Trotzdem habe ich z.B. das 800 Seiten lange “Blackout – Morgen ist es zu spät” als Taschenbuch gelesen und täglich mitgeschleppt. Das war nicht weiter schlimm. Was ich jedoch super finde, ist die Beleuchtung, die es gerade in den dunklen Monaten in der Bahn praktisch macht. Auch Abends kann man in der dunklen Sofa-Ecke besser und entspannter lesen.
buechermaniac
March 1, 2014 at 10:40 amIch werde mir weiterhin keinen E-Reader anschaffen. Wenn du neun Stunden am Tag in den PC glotzt, mögen deine Augen am Abend keine Elektronik mehr, schon erst recht nicht, in meinem Alter. Sorry, ich schleppe weiterhin meine Bücher mit und zudem nehme ich ja nicht kofferweise Bücher in den Urlaub mit.
Trotzdem viel Spass mit dem neuen Weggefährten!
LG buechermaniac
buzzaldrinsblog
March 1, 2014 at 11:04 amLiebe buechermaniac, ich kann diese Entscheidung natürlich auch nachvollziehen, gerade auch dann, wenn du bereits viel am PC arbeiten musst. Kofferweise nehme ich meine Bücher auch nicht mit, ich hatte aber eine Kundin, die sich immer einen Koffer mit Büchern in den Urlaub voraus schicken ließ. 🙂
danares
March 1, 2014 at 5:10 pmMara, nur eine kurze Frage: Gibt es beim tolino die Möglichkeit, Zitate aus dem Buch per Copy-Paste-Funktion in eine kleine Textdatei zu kopieren? Oder ist für so etwas das Pad besser?
privatkino
March 1, 2014 at 8:08 pmDer Bericht einer Wandlung 🙂
Deine Argumente sind plausibel und waren auch damals für mich der Grund, warum ich mir einen Reader gekauft habe. Es gibt ja auch Bücher die erscheinen nur als Ebook, spricht, es eröffnet sich dir ein weiteres literarisches Feld und niemand sagt, dass wir vergessen, über Buchseiten zu atmen und Papiergefühl an den Fingerspitzen zu lieben, es ist einfach nur eine Ergänzung, die Vorteile hat, aber niemals ein vollkommener Ersatz sein kann.
Bin schon gespannt, wie deine Erfahrungsberichte aussehen werden.
[Die Sonntagsleserin] KW #09 – März 2014 | Phantásienreisen
March 2, 2014 at 10:18 am[…] meine engstirnige “Entweder-Oder-Haltung” abzulegen. Warum denn nicht auch beides?”, resümiert Mara von Buzzaldrins Bücher ihre nun positivere Einstellung gegenüber […]
Der Sonntagsleser #KW9 März 2014 | Lesen macht glücklich
March 2, 2014 at 12:18 pm[…] angeregt wird (was ich von meinen Widmungen, die ich immer schreibe, noch nicht behaupten kann. In “Ich bin eine krasse Vertreterin des gedruckten Buches” auf buzzaldrinsblog stellt uns Mara den Weg von der absoluten, eben schon genannten Verfechterin des gedruckten Buches […]
Muromez
March 2, 2014 at 7:45 pmHoffe ganz stark, dass mir das nicht auch noch passieren wird. 😉 Bin da weiterhin anti. Hänge sowieso schon genug vor Bildschirmen, da bietet das klassische Buch deswegen Abwechslung. Aber die entscheidene Frage ist: Wie lange kann ich mich noch wehren und wann konvertiere ich? 🙂
(Die Sonntagsleserin) KW #10 – März 2014 | Bücherphilosophin.
March 9, 2014 at 7:06 am[…] buzzaldrins Bücher sich kürzlich zu ihrem eReader bekannte, liest nun auch fruehlingsmaerchen digital. Bis vor kurzem […]