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    Hallo, ich bin’s – Linus.

    Ich teilte in den vergangenen Jahren auf meinem Blog immer wieder persönliche Veränderungen mit euch – sei es der Tod meines Hundes Bandit oder auch den einen oder anderen beruflichen Neuanfang. Es ist mir wichtig, euch nicht nur Bücher zu empfehlen, sondern dabei so authentisch zu sein, wie mir das möglich ist. Über eines habe ich zwar schon auf meinen sozialen Kanälen gesprochen, aber hier zuvor noch nie – und das möchte ich endlich ändern. Aus diesem Grund werde ich euch heute von der vielleicht wichtigsten Veränderung in meinem Leben erzählen.

    Ich möchte euch nicht nur von einer kleineren Veränderung erzählen, sondern von einem turning point – dem wohl größten und wichtigsten Wendepunkt in meinem Leben. Es ist etwas mehr als einen Monat her, dass ich in einer Starbucks Filiale in Frankfurt zum allerersten Mal den Namen gesagt habe, den ich mir schon so lange für mich selbst wünsche. In fast allen Starbucks-Filialen wird man ja nach dem Namen gefragt, damit es später keine Verwechslungen gibt. An diesem Tag war meine Antwort Linus – ich erinnere mich noch ganz genau an die Situation, ich war sehr aufgeregt und habe fast vergessen, was ich eigentlich bestellen wollte, aber für mich hat sich etwas noch nie so passend angefühlt, wie in diesem Moment. Übrigens: den besagten Becher habe ich immer noch, er steht neben mir auf der Fensterbank. Für manche ist es nur ein Kaffeebecher, den sie wieder in den Müll werfen, für mich ist dieser Becher der Weg in ein Leben gewesen, das sich endlich richtig anfühlt und der Name ein Name, den ich mir schon seit Jahren für mich wünsche.

    Mich zum ersten Mal Linus zu nennen, war eine Befreiung – seitdem fühle ich mich wesentlich wohler, glücklicher und selbstbewusster. Mich quält seitdem aber auch die Frage, wie ich euch davon erzählen kann. Viele von euch begleiten mich seit mehreren Jahren und haben mich als Mara – und als Bloggerin – kennen- und schätzengelernt. Ich verspreche euch: ich werde dieser Mensch bleiben, ich liebe es zu bloggen und werde das auch hoffentlich in den kommenden Jahren mit Begeisterung tun. Ich weigere mich nur, mich weiter selbst in eine Schublade zu stecken, in die ich nicht gehöre und in der ich nicht mehr sein möchte: ich bin keine Bloggerin – seit vielen Jahren ist mir klar, dass ‘Mara’ nicht mehr der richtige Name für mich ist und dass ich keine Frau bin. Ich wünsche mir deshalb von euch, dass ihr mich auch an diesem Ort ab jetzt Linus nennt.

    Mir ist es zuvor noch nie so schwer gefallen, einen Blogbeitrag zu schreiben – ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich euch davon erzählen möchte. Es ist mir wichtig, mein Glück, meine Geschichte und meine Identität nicht mehr länger nur für mich zu behalten, sondern all das mit euch zu teilen. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich mit dieser Offenheit vielleicht auch andere ermutigen kann, zu sich zu stehen und so zu leben, wie sie sich ihr Leben wünschen – ganz ohne Scham und Angst.

    Ich zeige und offenbare mich euch in der Hoffnung, dass ihr mich so akzeptieren könnt, wie ich bin und wie ich mich fühle. Wer weitere Informationen braucht, dem empfehle ich diese Seite – desweiteren dürft ihr mich natürlich auch alles fragen, was euch vielleicht unklar sein mag oder beschäftigt.

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