5 Fragen an das Krimiduo!

“Später Frost” ist die Gemeinschaftsarbeit von zwei jungen Autoren: Roman Voosen wurde 1973 geboren und lebte in Papenburg, Bremen, Växjö und Göteborg. Kerstin Signe Danielsson, Jahrgang 1983, ist in Schweden geboren und hat in Deutschland studiert. Beide leben heutzutage gemeinsam in Hamburg und sind dort als Autoren und Lehrer tätig. “Später Frost” ist der Debütroman dieses Autorenduos, weitere Bände sind bereits in Planung. Der nächste erscheint im Herbstprogramm 2013.

1.)    Warum wollten Sie Schriftstellerin werden?

Roman Voosen: Ich weiß gar nicht, ob es in diesem Sinne überhaupt ein Warum gab oder gibt. Der Wunsch eine Geschichte zu erzählen, war irgendwann einfach da. Man lässt sich beim Schreiben auf einen Prozess ein, in dem man alles selbst bestimmen kann, in dem man absolute Autonomie hat. Diese Unabhängigkeit und Freiheit macht mir viel Spaß.

Kerstin Signe Danielsson: Seit langem ist das Schreiben für mich wichtig. Es ist die Bemühung, etwas zu verstehen und die richtigen Wörter dafür zu finden. In einem literarischen Text ist man als Schriftstellerin frei, alles Mögliche zu thematisieren und zu beschreiben. Dass es von anderen gelesen wird, ist ein aufregendes Gefühl.

2.)    Gibt es einen Schriftsteller oder einen Künstler, der Sie auf Ihrem Weg besonders inspiriert hat?

Roman Voosen: Im Genre „Schwedenkrimi“ ist Henning Mankell schon so etwas wie ein Übervater. Wobei wir uns auch in der sehr politischen Tradition von dem Autorenduo Maj Sjöwall/Per Wahlöö sehen. Ich mag aber auch amerikanische Autoren wie Jonathan Franzen, John Steinbeck, T.C. Boyle oder Michael Chabon.

Kerstin Signe Danielsson: Als wir mit dem Roman anfingen, hatte ich gerade Nina Björk entdeckt, eine schwedische Autorin und Theoretikerin, die über menschliche Bedürfnisse und Widersprüche des Freiheitsstrebens schreibt. Die Gedanken, die sie bei mir auslösten, begleiten mich oft beim Schreiben. Mein Lieblingsgenre ist eigentlich Kinderliteratur, in der mit der Sprache gespielt und laboriert wird.

3.) Wann und wo schreiben Sie am liebsten?

Roman Voosen: Ich arbeite am liebsten vormittags im Bett. Dazu ein Croissant und zwei Tassen Tee, wunderbar!

Kerstin Signe Danielsson: Da ich während der Woche in der Schule arbeite, schreibe ich meistens an den Wochenenden. Um meine Ruhe zu finden, setze ich mich ins Café, bestelle mir einen großen Kaffee und bleibe dort bis der Text fertig ist.

3.)    Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Roman Voosen: Christian Krachts „Imperium“, großartig!

Kerstin Signe Danielsson: Jonas Hassen Khemiri „Jag ringer mina bröder“, auch großartig!

4.)    Was würden Sie einem jungen Schriftsteller raten?

Roman Voosen: Finde deine Geschichte und erzähle sie. Schreibe das Buch, das du selbst gerne lesen würdest.

Kerstin Signe Danielsson: Bleib dran und lass dir Zeit. Das Leben hat viele Überraschungen parat, irgendwann eröffnen sich Möglichkeiten, die nicht vorhersehbar waren.

Vielen Dank an die Autoren für die Beantwortung meiner Fragen!

6 Comments

  • Reply
    Petra Gust-Kazakos
    February 6, 2013 at 6:54 pm

    Schönes Interview. Besonders gut gefallen mir die beiden Ratschläge am Ende.
    Liebe Grüße
    Petra

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      February 7, 2013 at 1:56 pm

      Liebe Petra,
      da geht es dir ähnlich wie mir, auch mir haben die Ratschläge gut gefallen. Aber auch bei den Vorbildern von Roman Voosen kann ich mich anschließen. 🙂

  • Reply
    Gregor
    February 6, 2013 at 7:48 pm

    Sag mal, wie bekommst du die Interviews?

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      February 7, 2013 at 2:03 pm

      Hallo Gregor,

      ich schreibe Verlage oder Autoren an und schicke ihnen meine Fragen! 🙂

      • Reply
        Gregor
        February 7, 2013 at 2:14 pm

        und die antworten dir einfach so? 🙂
        Schade eigentlich dass die Fr. Geier gestorben ist, dann würde ich ihr paar Fragen stellen 🙂

        Mach nicht so viel, ich les nur noch 5 Fragen – 5 Fragen 🙂

        Liebe Grüße
        Gregor

        • Reply
          buzzaldrinsblog
          February 7, 2013 at 6:37 pm

          Ja, bisher hat es zumindest immer geklappt. 😀

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