5 Fragen an Michael Weins!

© Chris Zielecki

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Michael Weins ist 1971 geboren worden und lebt heutzutage als Autor und Psychologe. Zuletzt erschien von dem Autor, der heutzutage in Hamburg lebt, der Roman “Lazyboy”. “Goldener Reiter” erschien zum ersten Mal bereits im Jahr 2002 und wurde in diesem Jahr vom mairisch Verlag in einer neuen und goldenen Ausgabe erneut veröffentlicht.

1) Warum wollten Sie Schriftsteller werden?

Weil ich Schriftsteller (oder damals noch: Dichter) ab einem gewissen Alter cool fand. Weil es keine erstrebenswertere und sinnvollere gesellschaftliche Rolle für mich gab als diese, Künstler, Dichter, Schriftsteller. Weil ich mit etwa 18, 19, 20 etwas Verwegenes und Romantisches darin sah, ein echtes Abenteuer, Menschen, die ihr Leben hingeben für eine geistige Revolte, Aufbruch, die totale Anwesenheit, Geist und Gefühle, sich niemals mit dem eigenen Mittelmaß zufrieden gebend. Das war, bevor die Desillusionierung begann und das Pathos abblätterte. Und weil ich ganz einfach gerne und viel gelesen habe und ich das Wunder immer wieder neu erlebte, dass man einen toten Gegenstand aufklappt und daraus eine ganze lebendige Welt entsteht, die einen schöner, größer, klüger machen kann. Mich haben Bücher sicher moralisch stärker geformt als jeder menschliche Lehrer.

2) Gibt es einen Schriftsteller oder einen Künstler, der Sie auf Ihrem Weg besonders inspiriert hat?

Viele. Angefangen bei den Kinderbüchern bis heute. Immer wieder neue, echte Helden, die wichtigen bleiben, andere gehen. Poster an den Wänden.

3.) Wann und wo schreiben Sie am liebsten?

Vormittags in Ruhe zu Hause am Schreibtisch mit Blick auf die Wäscherei Zetschell und Söhne.

4.) Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

„Für immer in Honig“ von Dietmar Dath.

5.) Was würden Sie einem jungen Schriftsteller raten?

Schreiben. Weiter schreiben. Nicht aufhören. Gelassen bleiben. Nicht verrückt machen lassen. Es zumindest versuchen. Und immer daran denken: Es ist deine Superheldenfähigkeit, die du niemals aufgeben solltest, weil du mit ihr fliegen kannst und den Rest. Es stimmt natürlich, dass im Grunde niemand wirklich etwas Besonderes ist, aber es tut gut, wenn du dich trotzdem immer wieder als etwas Besonderes fühlen darfst. Dabei helfen die guten Momente des Schreibens, das Fliegen, der Rausch.

Vielen Dank an Michael Weins für die Beantwortung meiner Fragen!

2 Comments

  • Reply
    wildgans
    December 19, 2013 at 7:21 pm

    Schön passend ausgedrückt, was das Am-Ball-Bleiben beim Schreiben bedeutet….

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      December 22, 2013 at 11:19 am

      Finde ich auch, auch wenn es leichter klingt, als es sein muss! 😉

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