Not that kind of girl: Was ich im Leben so gelernt habe – Lena Dunham

Lena Dunham legt mit Not that kind of girl ein seltsames Buch vor. Es ist ein buntes Sammelsurium, das aus Essays, Anekdoten, E-Mails und langen Listen besteht. Doch diesen Versatzstücken, die mal unterhaltsam und mal traurig sind, fehlt auf den ersten Blick der Kleber, der alles zusammenhält. Sie präsentieren sich als bröselige Bruchstücke, denen alles fehlt, was eine gute Geschichte ausmacht. Das Buch konnte ich trotzdem nicht aus der Hand legen …

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Ich glaube, dass ich einer der wenigen Menschen bin, die Lena Dunham nicht gekannt haben – erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass sie mit der Fernsehserie Girls berühmt geworden ist. Sie hat die Serie nicht nur geschrieben und produziert, sondern sie hat auch Regie geführt und spielt darin die Hauptrolle. Vor zwei Jahren wurde sie auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt und vom Time Magazine zur Coolest Person of the Year gekürt. All das mit gerade einmal achtundzwanzig Jahren.

Not that kind of girl erinnert in der Hinsicht an die Fernsehserie Girls, dass auch hier alles um Lena Dunham kreist – wenn man sich auf einen Themenschwerpunkt festlegen wollen würde, dann wäre es wohl Lena Dunham, in allen Facetten. Sicherlich ist das bei einem autobiographischen Erinnerungsbuch (das wahrscheinlich aber auch fiktional angehaucht ist) nicht ungewöhnlich, doch wie sehr die Autorin um sich und ihr Leben kreist, ist mitunter dann doch ein wenig verstörend: es geht (natürlich) um Liebe und Sex, um die schönen und ekligen Seiten des eigenen Körpers, um Freundschaften, die Arbeit und zwischendurch auch mal um das große Ganze (Ängste, Krankheiten, das Sterben). Es ist eine bunte Mischung, der jede Verbindung fehlt, der Anfang und Ende fehlt, ganz zu schweigen von so etwas wie einem Erzählfaden: Lena Dunham ist mal vier, mal neunzehn, mal neun, mal elf Jahre alt. Beim Lesen hatte ich zwischendurch das Gefühl, dem Redeschwall eines hyperaktiven Kindes zuzuhören. ADHS in Papierform.

Man sieht mir das alles nicht an, wenn ich auf Partys gehe. Unter Leuten bin ich gnadenlos komisch, aufgetakelt in Second-Hand-Kleidern, mit aufgeklebten Fingernägeln, im ewigen Kampf gegen die Müdigkeit von 350mg Tabletten, die ich abends nehme. Ich tanze am wildesten, lache am lautesten über meine eigenen Witze und rede von meiner Vagina wie andere über ihr Auto oder ihre Kommode.

Doch trotz allem: einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich habe es an einem Sonntagnachmittag in einem Rutsch gelesen und habe alles andere darüber vergessen. Es ist leicht Not that kind of girl nicht zu mögen, es ist dagegen sehr viel schwieriger herauszufinden, warum man dieses seltsame Buch mögen könnte. Wenn man von Not that kind of girl all die selbstbezogene Geschwätzigkeit abkratzt, bleibt darunter nicht viel übrig, doch das, was übrig bleibt, hat mich fasziniert: Lena Dunham ist für ihr junges Alter eine wahnsinnig erfolgreiche Frau, doch dieser Erfolg hat sie in ihrem Inneren kein bisschen selbstsicherer, glücklicher oder zufriedener gemacht. Diesem Erfolg gingen sogar zahlreiche Fehler voraus, viele dunkle Momente und Stunden, ganz viel Unsicherheit und Unzufriedenheit.

[…] ich will meine Geschichten erzählen, mehr noch, ich muss es tun, um nicht wahnsinnig zu werden: Geschichten darüber, wie es ist, morgens in meinem erwachsenen Frauenkörper aufzuwachen, voller Angst und Ekel. Wie es sich anfühlt, bei einem Praktikum den Arsch getätschelt zu bekommen, mich in Meetings vor lauter fünfzigjährigen Männern beweisen zu müssen und zu einer Abendveranstaltung mit der schlimmsten Rotznase zu gehen, die die Welt je gesehen hat.”

Wir lernen in Not that kind of girl ein neurotisches Mädchen kennen, das sich selbst bemitleidet. Ein Mädchen, das kaum Freunde hat, sich hässlich fühlt und mit Jungs schläft, um Aufmerksamkeit zu bekommen und dazuzugehören. Ohne Scham erzählt Lena Dunham von ihren Versuchen, nicht nur Gewicht zu verlieren (Versuche, die häufig in Fressattacken enden), sondern auch ihre Jungfräulichkeit. Sie erzählt von der Abneigung, die sie empfunden hat, als ihre jüngere Schwester geboren wurde. Sie erzählt wenig von ihrem heutigen Erfolg, im Zentrum stehen vielmehr die Ängste, die sie überwinden musste, um überhaupt das Selbstbewusstsein dafür zu haben, kreativ zu sein und erfolgreich zu werden. Und trotz des Erfolgs ist dieses Selbstbewusstsein auch heute noch fragil und leicht angreifbar. Viele ihrer Geschichten sind natürlich auch unterhaltsam und mitunter hochkomisch, doch die Anekdoten und Essays von Lena Dunham funktionieren dort am besten, wo sie sich mit ihren Themen ernsthaft und mit großer Ehrlichkeit auseinandersetzt. An anderen Stellen hatte ich das Gefühl, mussten Lücken gefüllt werden: 13 Dinge, die man besser nicht zu seinen Freunden sagt; 10 Gründe, warum ich New York liebe; 15 Dinge, die ich von meiner Mutter gelernt habe. Diese Listen sind nicht nur banal, sondern auch von zweifelhafter literarischer Qualität.

Nein, ich bin keine Sexpertin, keine Psychologin, keine Ernährungswissenschaftlerin. Ich bin keine Mutter von drei Kindern oder die Besitzerin eines erfolgreichen Strumpfhosenimperiums. Ich bin eine junge Frau mit dem ausgeprägten Interesse zu bekommen, was mir zusteht, und was hier folgt, sind die hoffnungsvollen Nachrichten von der Front, an der ich dafür kämpfe.

Not that kind of girl ist ein schwieriges Buch, das ich keinesfalls empfehlen kann und möchte. Doch wem es gelingt, nicht nur die einzelnen Anekdoten zu sehen, sondern hinter diese Fassade zu schauen, der hat vielleicht ein ähnliches Leseerlebnis wie ich: ich habe ein keinesfalls perfektes Buch gelesen, das von einer mutigen Autorin geschrieben wurde, die ganz ohne Scham dazu einlädt, aus ihren Fehlern zu lernen und dabei vielleicht sich selbst ein Stückchen näher zu kommen – auch auf die Gefahr hin, plötzlich der eigenen Versicherung und Verletzlichkeit ebenso wie seinen Ängsten gegenüberzustehen.

29 Comments

  • Reply
    Cookie
    January 12, 2015 at 2:56 pm

    “ADHS in Papierform.” – das fasst dieses Buch wirklich perfekt zusammen. Ich war sehr auf deine Meinung gespannt, in deiner Rezension finde ich mich absolut wieder. Und ich weiß bis heute nicht, ob ich das Buch mag oder nicht. Aber es faszinierte halt irgendwie trotzdem…

  • Reply
    jancak
    January 12, 2015 at 3:01 pm

    Hatte von Lena Dunheim und dem Buch auch noch nie etwas gehört. Den Ausdruck ADHS in Papierform finde ich spanned und habe gleich an die “Maulina Schmitt” und die Helene Hegemann gedacht. Ob ich da richtig lebe. Wir leben eben in einer sehr hektischen Zeit die sehr hektische Bücher produziert. Bin gespannt, ob ich von dem Buch noch etwas höre!

  • Reply
    Petra Gust-Kazakos
    January 12, 2015 at 3:35 pm

    Hmm, deine Besprechung klingt eigentlich sehr faszinierend … Werde im Lieblingsbuchladen mal hineinlesen. Liebe Grüße
    Petra

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:26 pm

      Dann bin ich schon auf deine Eindrücke gespannt und darauf, ob du das Buch lesen wirst! 🙂

  • Reply
    aldame
    January 12, 2015 at 3:58 pm

    ….was ihr ZUSTEHT?? amaricandreamvonwessengnaden?

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:28 pm

      Ja, es gibt sicherlich einige kontroverse und diskussionswürdige Stellen in diesem Buch … das, was mich am meisten verstört hat, war sicherlich die Tatsache, wie sehr Lena Dunham um sich selbst kreist und wie wenig sie nach links und rechts schauen kann.

  • Reply
    saetzebirgit
    January 12, 2015 at 4:11 pm

    Ich kannte die Person bislang auch nicht – bis jetzt durch das Buch medial auch ich darauf gestoßen wurde. Deine Besprechung finde ich gut und angemessen – ohne das gelesen zu haben, sondern jetzt nur einiges über die Autorin, denke ich, dass du den Kern der Sache triffst…und werde mir das Buch trotzdem ersparen.

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:25 pm

      Liebe Birgit,

      ich kann deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen und glaube auch, dass sie die richtige ist. Und doch freue ich mich über dein Lob für meine Besprechung, denn sollten zuvor ist es mir so schwer gefallen, meine Gedanken und Eindrücke zu einem Buch zu formulieren.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    literatwo
    January 12, 2015 at 4:33 pm

    Liebe Mara – ich wollte deine Rezi nicht lesen, bevor meine Worte komplett das Tageslicht erblickt haben – ich habe überflogen und weiß schon jetzt, dass ich dich im Artikel mit einbauen werde.

    Dein Fazit habe ich gelesen und das kann ich nur unterschreiben.
    Bini

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:23 pm

      Liebe Bianca,

      dann bin ich schon sehr auf deine Eindrücke zu diesem Buch gespannt. 🙂

  • Reply
    buchpost
    January 12, 2015 at 5:02 pm

    Hallo Mara,
    eine wunderbar differenzierte Besprechung, die ich sehr gern gelesen habe. Das Buch selbst wird allerdings nicht hier einziehen. Aber das finde ich angesichts der Bücherstapel hier auch mal ganz gut 🙂 LG, Anna

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:23 pm

      Liebe Anna,

      manchmal ist es doch auch ganz gut, wenn man das Gefühl hat, nicht jedes Buch müsste bei sich zu Hause einziehen … in diesem Fall glaube ich auch, dass es die richtige Entscheidung ist.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Mina
    January 12, 2015 at 6:55 pm

    Liebe Mara,
    eine wirklich tolle Buchbesprechung. Bei mir hat es ziemlich “wusch” gemacht, als ich sie las.
    Das, was Du hier präsentierst, hätte ich bei dem Titel nie erwartet.

    Und ich kannte die Autorin und Schauspierlin und Produzentin auch nicht.
    Liebe Grüße,
    Mina

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:18 pm

      Liebe Mina,

      ich danke dir sehr für dein Lob, darüber habe ich mich gefreut – ich habe mir lange schwer damit getan, meine Eindrücke und Gedanken zu diesem Buch zu formulieren und dem Text dabei auch noch gerecht zu werden.

      Ich kannte Lena Dunham vorher übrigens auch nicht, werde nun aber auf jeden Fall mal einen Blick in ihre Fernsehserie werfen!

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Lust zu Lesen
    January 12, 2015 at 7:15 pm

    Da hat mich mein Bauchgefühl beim Querlesen im Buchladen doch nicht getäuscht… Ich hatte mich gefragt, wer zum Teufel das alles gerne lesen will. Armes, egozentrisches Hypemädchengeschreibsel, dachte ich mir – und wunderte mich über die Vorstellungen im Feuilleton.

    Aber vielleicht zeichnet das Buch auch präzise nach, was eine bestimmte Generation so umtreibt – und es erschließt sich mir nicht, weil ich nicht dazugehöre. Vielleicht bin ich einfach zu alt.

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:17 pm

      Ja, die Frage, wer das alles eigentlich lesen soll und dann auch noch mit Interesse, ist in der Tat berechtigt – selbst von vielen Dunham Fans habe ich eher enttäuschte Besprechungen gelesen und auch die Rezeption im Feuilleton war ja nicht durchweg positiv. Ich frage mich bei solchen Büchern, ob diese auch von unbekannten Autoren veröffentlicht werden würden – oder ob man Lena Dunham sein muss, um so etwas schreiben zu dürfen.

      Das Alter spielt bei der Lektüre sicherlich auch eine Rolle, vor fünf oder zehn Jahren hätte mir das Buch vielleicht sogar noch etwas besser gefallen.

  • Reply
    the lost art of keeping secrets
    January 14, 2015 at 4:28 pm

    Liebe Mara,

    es freut mich sehr deine Rezension zu lesen. Girls gehört zu meinen Lieblingsserien und gerade Staffel 1 konnte mich absolut überzeugen. Ich liebäugle schon länger mit Dunhams Buch und bin auch nach deiner Rezension überhaupt nicht abgeneigt. ADHS in Papierform, geniale Formulierung. 🙂

    lg, eva

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:12 pm

      Liebe Eva,

      über deinen Kommentar habe ich mich ganz besonders gefreut, weil es mir so wichtig gewesen ist, keinen Verriss zu schreiben oder anderen von dem Buch abzuraten, sondern einfach alle Facetten dieser Lektüre deutlich zu machen. Wenn du das Buch lesen solltest, dann berichte doch bitte.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Karo
    January 15, 2015 at 8:21 pm

    Liebe Mara, du hast es geschafft vieles von meinem eigenen Unbehagen beim Lesen des Buches auf den Punkt zu bringen, ohne dass ich es selbst hätte in Worte fassen können … Lena Dunham ist eine wahnsinnige Wucht, aber genau wie sie selbst hat ihr Buch viele Macken. Enttäuscht war ich vor allem, dass ich viele Episoden in ähnlicher Form bereits aus ihrer Serie “Girls” kannte (nur sehr viel pointierter) – aber klar, aus wie viel Erfahrungen soll ein junger Mensch Mitte Zwanzig auch schöpfen? Ich bin gespannt, was sie in Zukunft noch alles anstellen wird… go, Lena, go! 🙂 Liebe Grüße, Karo

    • Reply
      Mara
      January 17, 2015 at 2:10 pm

      Liebe Karo,

      ich danke dir für deinen Kommentar und freue mich, dass wir ein ähnliches Leseerlebnis hatten – nach meiner Lektüre war ich zunächst reichlich ratlos und es fiel mir schwer, meine Eindrücke in Worte zu fassen.
      Da ich “Girls” zuvor gar nicht kannte, hatte ich das Problem, dass mir vieles bekannt erschien, nicht – aber die Frage, wie viel ein Mensch Mitte zwanzig überhaupt gelernt haben kann, finde ich sowieso spannend und deshalb auch den Untertitel des Buches so herrlich ironisch (auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob er wirklich ironisch gemeint ist).
      Ich werde trotz allem auf jeden Fall mal einen Blick in “Girls” werfen, Lena hat mich eben doch auch neugierig gemacht.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Die Sonntagsleserin 03/2015 | Wörterkatze
    January 18, 2015 at 1:15 pm

    […] Mara von Buzz Aldrin hat das in ihrem Augen ein schwieriges Buch gelesen, bei dem man nicht nur die Anekdoten sehen darf, sondern hinter die Fassade schauen muss: “Not that kind of girl” von Lena Dunham. […]

  • Reply
    Kerstin Scheuer
    January 19, 2015 at 11:14 am

    “Not that kind of girl” ist ein Buch, vor dem ich nun schon ein paar Mal gestanden habe. Ich habe auch schon mehrmals rein gelesen. Trotzdem bin ich mir noch immer unsicher, ob ich es lesen möchte. Deine Rezension ist genauso zweispältig wie ich mich bereits bezüglich der Buchentscheidung fühle…

    P.S.: Du schreibst, du hättest Dir mit dieser Rezension schwer getan. Ich finde, Du hast sehr gute Worte gefunden.

    • Reply
      Mara
      January 20, 2015 at 1:00 pm

      Liebe Kerstin,

      ich kann verstehen, dass dir die Leseentscheidung schwer fällt – ich habe das Buch im Buchladen entdeckt und es, ohne reinzulesen, mitgenommen. Vielleicht hätte ich mich anders entschieden, wenn ich mal reingeblättert hätte. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt darauf, ob du dich doch noch für die Lektüre entscheiden wirst und freue mich sehr über dein Kompliment in Bezug auf meine Besprechung.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    madameflamusse
    February 6, 2015 at 10:48 am

    ich liebe die Serie Girls. Und würde das Buch supergerne lesen. Klingt total nach Lena D. finde ich super so eine gute Rezension von etwas was Du eigentlich nicht mochtest 🙂

    • Reply
      Paulina
      February 6, 2015 at 2:18 pm

      Ich glaub auf Englisch ist es besser.

    • Reply
      Mara
      February 6, 2015 at 2:23 pm

      Ja, es ist mir nicht leicht die Besprechung zu schreiben – ich konnte das Buch nicht zur Seite legen, wirklich begeistern konnte es mich aber auch nicht, denn dafür haben mich zu viele Aspekte daran gestört. Vielleicht ist das Leseerlebnis anders, wenn man das Buch auf Deutsch liest – die Dinge, die mich gestört haben, waren jedoch vor allen Dingen inhaltlicher Natur, da macht es wohl keinen Unterschied, ob man das Buch auf Deutsch oder auf Englisch liest. 🙂

      • Reply
        madameflamusse
        February 6, 2015 at 7:49 pm

        ich denke ich habe bei Dir auch rausgelesen das es einfach diese bestimmte eher nicht so fokussierte Art zu schreiben ist die Dir einfach nicht lag, kann ich auch nachvollziehen..

  • Reply
    Petya
    January 17, 2017 at 1:56 pm

    Hallo Mara, ich finde auch, dass du mit deiner Besprechung den Kern der Sache triffst: das Buch ist chaotisch, unvollkommen, ja sogar pretentiös und dennoch irgendwie faszinierend. Ich würde es auch nicht wirklich jemandem empfehlen. Warum ist es also so faszinierend? Ich hätte zwei mögliche Gründe: die schonungslose Ehrlichkeit und Offenheit, die Lena an den Tag legt, wäre der erste. Der zweite ist, dass sie einen Einblick gewährt in den Kopf von einer twenty-something Frau in New York heutzutage. Und dieser Einblick ist spannend und hilft vielleicht ein bisschen dabei, diese Generation zu verstehen. Mein Tipp hierzu: Marina Keegan lesen. Der englische Titel ist “The opposite of loneliness”, ist schon ins Deutsche übersetzt worden. Marina bietet auch einen Einblick in die Köpfe ihrer (derselben) Generation, bloß sie macht es auf eine stillvolle Art und Weise und ihre Essays sind, anders als die wirren Texten von Lena, ein Stück Literatur. Lena ist ein Popstar, Marina war auf dem Weg, eine (große?) Schriftstellerin zu werden. Liebe Grüße, Petya

  • Reply
    Lena Dunham – Not that kind of Girl – letusreadsomebooks
    July 4, 2017 at 11:47 am

    […] Mara war nicht wirklich überzeugt, aber auch nicht völlig abgeneigt von Dunhams […]

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