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Alles Abseitige

Die Autoren fürs Wettlesen stehen fest!

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Seit 1977 wird im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen. Er gilt als einer der wichtigsten und sicherlich auch interessanten Literaturpreise Deutschlands – das Wettlesen wird live im Fernsehen übertragen. Olga Martynowa hat im vergangenen Jahr mit dem Ausschnitt Ich werde sagen: ‚Hi!‘ gewonnen.

In diesem Jahr werden folgende Autoren und Autorinnen lesen:

  • Larissa Boehning
  • Hannah Dübgen
  • Roman Ehrlich
  • Verena Günther
  • Heinz Helle
  • Nadine Kegele
  • Benjamin Maack
  • Nikola Anne Mehlhorn
  • Joachim Meyerhoff
  • Anousch Mueller
  • Katja Petrowskaja
  • Zé do Rock
  • Philipp Schönthaler
  • Cordula Simon

Die Jury setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Burkhard Spinnen, Meike Feßmann, Paul Jandl, Hildegard Elisabeth Keller, Juri Steiner, Daniela Strigl, Hubert Winkels.

Der Wettbewerb findet dieses Jahr vom 3. bis zum 7. Juli statt und ich bin schon sehr gespannt! Ich freue mich vor allem auf Joachim Meyerhoff, Philipp Schönthaler und Hannah Dübgen. Habt ihr bereits Favoriten?

Sonnige Lesestunden

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Ich hoffe, ihr hattet alle einen ähnlichen wunderschönen freien Lese – und Sonnentag wie Bandit und ich heute! 🙂

Pulitzer Preis 2013

Der Gewinner des Pulitzerpreis in der Kategorie “Bester Roman”:

Durchgesetzt hat sich Adam Johnson gegen die folgenden beiden Titel:

  • Worüber wir reden, wenn wir von Anne Frank reden von Nathan Englander
  • Das Schneemädchen von Eowyn Ivey

Gerade auch vor dem Hintergrund der täglichen Meldungen aus Nordkorea, von denen wir in den Nachrichten im Moment hören, ist dies eine interessante Entscheidung. Aber auch abgesehen von der brisanten und hochaktuellen politischen Ebene ist Adam Johnson ein literarisch hochwertiger Roman gelungen.

Best of Young British Novelists

Seit 1983 kürt das Granta Magazine die besten jungen britischen Schriftsteller und Schriftstellerinnen. In einem interessanten Artikel findet man eine schöne Übersicht über einige der bisherigen Preisträger – zu denen unter anderem Alan Hollinghurst gehört, genauso wie Zadie Smith oder Monica Ali.

Was vor dreißig Jahren begann, ist mittlerweile literarische Tradition geworden und heute Abend wurde zum vierten Mal eine solche Liste veröffentlicht. Es sind folgende 20 Autoren und Autorinnen die von einer Jury auf die diesjährige Liste gewählt wurden:

  • Naomi Alderman
  • Tahmima Anam
  • Ned Beauman
  • Jenni Fagan
  • Adam Foulds
  • Xiaolu Guo
  • Sarah Hall
  • Steven Hall
  • Joanna Kavenna
  • Benjamin Markovits
  • Nadifa Mohamed
  • Helen Oyeyemi
  • Ross Raisin
  • Sunjeev Sahota
  • Taiye Selasi
  • Kamila Shamsie
  • Zadie Smith
  • David Szalay
  • Adam Thirlwell
  • Evie Wyld

Neben den bekannten und etablierten Namen, finden sich auf dieser Liste auch viele unbekannte Autoren, von denen ein Großteil – was ich sehr spannend finde – einen fremden Hintergrund hat. Besonders neugierig bin ich auf Taiye Selasi, deren Roman “Diese Dinge geschehen nicht einfach so” vor kurzem auf Deutsch erschienen ist.

Kennt ihr bereits Autoren dieser Liste? Habt ihr vielleicht schon von dem einen oder der anderen etwas gelesen?

Literarische Perlen

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“Bücher sind eine höchst ergötzliche Gesellschaft. Wenn man einen Raum mit vielen Büchern betritt – man braucht sie gar nicht zur Hand zu nehmen – ist es, als würden sie zu einem sprechen, einen willkommen heißen.”
William E. Gladstone

Jahrelang habe ich in einem kleinen roten Notizbuch Zitate aus meinen Lieblingsbüchern gesammelt. Fein säuberlich findet sich in diesem “liebenden Notizbuch” aus der Büchergilde Zitat an Zitat, immer dazu vermerkt, aus welchem Buch dieses stammt. Dieses unscheinbare Büchlein gehört zu den wertvollsten Besitztümern meiner Bibliothek, da es die schönsten und wichtigsten Passagen aus Büchern versammelt, die sich an einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenistet haben. Mein ganz persönlicher Kanon aus literarischen Perlen.

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Das Buch versammelt Zitate von Margaret Atwood bis zu Kurt Vonnegut, in ihm finden sich Ausschnitte aus Büchern von Richard Ford, Nicole Krauss, Willy Vlautin oder auch Jonathan Safran Foer. Abends ziehe ich das rote Büchlein häufig noch einmal aus dem Regal, setze mich damit in meinen Lesesessel und tauche ein in Welten, in denen ich mich sofort zu Hause fühle. In traurige Welten, in romantische Welten oder auch in spannende Welten. Häufig reichen bereits die kurzen Zitate, um mir die Geschichten der Bücher in Erinnerung zu rufen und wieder einzutauchen in die damaligen Lesegefühle und -eindrücke. Diese unscheinbaren Papierseiten sind nicht nur ein Notizbuch, sondern auch meine kleine persönliche Zeitmaschine.

Liebe

In den vergangenen Tagen habe ich das wunderbare und unheimlich bibliophile Buch “Zwitschernde Fische” von Andreas Seché aus dem Verlag ars vivendi gelesen und seitdem spuken mir Gedanken an Bücher durch den Kopf und vor allem auch an die Kraft, die Bücher haben können. Für mich ist mein Notizbuch ein großer Schatz an Gedanken, Ideen, Gefühlen und Stimmungen, der mich – wenn ich es aufschlage – in andere Welten katapultiert. Wenn ich durch mein rotes Notizbüchlein blättere, blättere ich auch immer durch mein eigenes Leben. Für die ungeheure Kraft der Bücher findet Andreas Seché wunderbare Worte:

“Bücher waren wie Termitenhaufen, warm, summend, pulsierend. Hinter der Fassade, da, wo mancher niemals etwas vermuten würde, wüteten im Verborgenen ganze Universen. Nur wer sehr aufmerksam war, konnte sehen, dass Bücher manchmal vibrierten, dass ein Buchdeckel sich kaum merklich anhob, dass oft merkwürdiges Gemurmel und Gewisper aus papierenen Seiten drang und zuweilen auch ein kurzer schreib, der meist im Getöse der Realität verloren ging. Bücher glühten, bebten, hypnotisierten, lockten, lagen auf der Lauer, waren sprungbereit, und oft wirkten sie wie gespannte Mausefallen, die man nur mit größtem Respekt in die Hand nahm, weil sie jeden Moment zuschnappen konnte.”

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Ein Buch aus meinem Kanon, das mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist, das sich dort eingenistet hat, wie in einer warmen Höhle, ist “26a” von Diana Evans. Leider ist das Buch mittlerweile nur noch antiquarisch erhältlich und manchmal wird mir ganz schwer ums Herz bei dem Gedanken daran, wie viele wunderbare Bücher wahrscheinlich unentdeckt bleiben werden von vielen, weil sie einfach heimlich still und leise aus den Buchläden verschwinden.

“Die eineiigen Zwillinge Georgia und Bessi haben sich im Obergeschoss des elterlichen Hauses ihre eigene Welt geschaffen, die Adresse 26a. Hier reden sie in Geheimsprache, hier sind Fabelwesen so wirklich wie eine kleine Schwester. Doch als eines Tages die Realität sich nicht mehr ignorieren lässt, müssen sie, jede für sich, eine Entscheidung treffen.”

Ich wünsche euch schöne Ostertage und hoffe, dass ihr die Zeit finden werdet, vielleicht auch die ein oder andere literarische Perle zu entdecken. 🙂

Indiebookday!

Heute ist Indiebookday 2013. Mit diesem Tag möchte man auf die vielen tollen und unabhängigen Verlage aufmerksam machen, die neben den großen Verlagen häufig etwas untergehen. Eine schöne und unterstützenswerte Aktion, die vom mairisch Verlag initiiert wurde und bei der man ganz einfach mitmachen kann. Die Spielregeln:

Wie funktioniert’s?

Geht am 23.03.2013 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet.

Hauptsache ist: Es stammt aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag.

Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl unter dem Stichwort “Indiebookday”. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Zum Hintergrund

Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Weiter lesen könnt ihr auf der Homepage des Indiebookday. Wiebke Ladwig hat auf ihrer Seite Sinn und Verstand eine tolle Übersicht an unabhängigen Verlagen zusammengestellt und die Frage aufgeworfen, was eigentlich unabhängige Verlage sind – damit ihr auch wisst, was ihr kaufen könnt. Eine weitere übersichtliche Liste findet ihr hier.

Meine Ausbeute beim Indiebookday ist der Roman “Nachhinein” von Lisa Kränzler, der auf der Shortlist der Leipziger Buchmesse stand und dieses Jahr im Verbrecher Verlag veröffentlicht wurde.

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“Der Roman »Nachhinein« erzählt von der Entwicklung zweier Mädchen und ihrer sich verändernden
Freundschaft. Zwischen ihnen gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die eine wird behütet,
geliebt, entschuldigt, darf sogar rebellisch sein, die andere hingegen ist arm, wird angegriffen
und missbraucht. Aus diesem Grund ändert sich bald auch die Beziehung der Mädchen
zueinander, die zunehmend von Liebe, Eifersucht und erwachender Sexualität, von Machtspielen
und Grausamkeit geprägt wird. Bis die Ereignisse außer Kontrolle geraten…”

Also: druckt euch die Liste der unabhängigen Verlage aus, stürmt die Buchhandlungen und berichtet darüber. Ich bin gespannt, was ihr euch kaufen werdet!

Bücher-Bühne

DSC_6688“Dichter lesen, Leser stöbern, Verlage locken, Kritiker streiten” – mit diesen Worten eröffnet kurz vor Beginn der Leipziger Buchmesse die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe die Bücher-Bühne.

Die Süddeutsche Zeitung bespricht in der schön gestalteten Sonderbeilage “Literatur” die wichtigsten Neuerscheinungen des Frühjahrs und macht auf der Titelseite mit einer langen Besprechung von Ezra Pounds Lebenswerk “Cantos” auf, das von Eva Hesse in der deutschen Übersetzung vorliegt. Eine Übersetzung, an der sie beinahe fünfzig Jahre lange gearbeitet hat. Wem 1500 Seiten zu viel und 98€ zu teuer sind, dem sei Ezra Pounds “ABC des Lesens” empfohlen, das mit 144 Seiten ungleich schmaler ist. Auf den folgenden Seiten findet man eineBesprechung zu Péter Esterházys neuestem Roman “Esti”, was beim Leser wohl mehr als leichte Schwindelgefühle auslösen wird, angesichts “der abbrechenden Erzählanläufe und sich selbst dementierenden Behauptungen”. Sehr wohlwollend wird David Wagners Roman “Leben” besprochen, der Rezensent kommt zu einem Fazit, das ich so nur Wort für Wort unterschreiben möchte: “Man kann so ein Buch wohl nur einmal schreiben. Aber das es geschrieben wurde, ist ein Glücksfall.” Der Roman “Bevor alles verschwindet” von Annika Scheffel wird von Christopher Schröder besprochen, leider erntet sie für ihren zweiten Roman nach “Ben” eine doch vernichtende Kritik. Die schönste Kritik in der Literaturbeilage wurde von Thomas von Steinaecker geschrieben, der “Jimmy Corrigan – der klügste Junge der Welt”, eine Graphic Novel von Chris Ware vorstellt.

In der Folge einige der Bücher, die in der Literaturbeilage Erwähnung finden:

Ezra Pound: Die Cantos.

Péter Esterházy: Esti.

Esther Kinsky: Fremdsprechen. Gedanken zum Übersetzen.

David Wagner: Leben. 

Martin Walser: Meßmers Moment.

Eckhard Henscheid: Denkwürdigkeiten. Aus meinem Leben.

Jeanette Winterson: Warum glücklich statt einfach nur normal?

Victor Zaslavsky: Der Sprengprofessor. Lebensgeschichten.

Ernst-Wilhelm Händler: Der Überlebende.

Harald Darer: Wer mit Hunden schläft.

Chris Ware: Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt.

Joachim Bessing: Untiteld.

Annika Scheffel: Bevor alles verschwindet.

Ismet Prcic: Scherben.

Christiane Neudecker: Boxenstopp.

Albertine Sarrazin: Astragalus.

Hanns Zischler: Berlin ist zu groß für Berlin.

Torsten Schulz: Nilowsky.

Von den besprochenen Büchern habe ich bisher leider nur David Wagners Roman “Leben” mit großer Begeisterung gelesen. Auf meinem Stapel liegen noch Nilowsky, Bevor alles verschwindet und Warum glücklich statt einfach nur normal? Alle drei wurden nicht unbedingt positiv besprochen, um so gespannter bin ich auf mein eigenes Leseerlebnis. Auf die Wunschliste dazugekommen sind Scherben, Astragalus und Boxenstopp. Unbedingt in Augenschein möchte ich auch die Graphic Novel von Chris Ware nehmen, da mich die Besprechung von Thomas von Steinaecker begeistern konnte.

Und ihr so? 🙂

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