Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki – Haruki Murakami

Gleich vorab sollte ich höchstwahrscheinlich erwähnen, dass ich kein Freund der Literatur von Haruki Murakami bin. Gelesen habe ich vieles von ihm, ich habe mich an “Kafka am Strand” probiert und durch “Mister Aufziehvogel” habe ich mich hindurchgequält. Gemocht habe ich keinen seiner Romane, jedenfalls nicht so wirklich. Vielleicht bin ich zu sehr geprägt von unserer westlichen Welt, um mich auf die magischen Reisen von Murakami einlassen zu können. Das einzige seiner Bücher, das ich gerne gelesen habe, war “Untergrundkrieg” – ein Tatsachenbericht. In den letzten Tagen konnte ich mich aber dennoch der Aufregung rund um Murakami, der am Wochenende seinen 65. Geburtstag feierte, nicht entziehen: überall, sei es in der ZEIT oder auf Facebook, wurde über den Schriftsteller und sein neuestes Buch berichtet. So habe ich mich gegen alle Abneigungen dafür entschieden, “Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” zu lesen.

Collage Murakami

“Offenbar hatte er etwas an sich, das andere Menschen enttäuschte. Der farblose Herr Tazaki, sagte er laut. Im Grunde lief es darauf hinaus, dass er anderen nichts zu geben hatte. Wahrscheinlich hatte er nicht einmal sich selbst etwas zu geben.”

Bereits das farbenfrohe Cover des Romans deutet daraufhin, welche zentrale Rolle Farben in dieser Geschichte spielen. Tsukuru Tazaki, die Hauptfigur des Romans, findet an der staatlichen Oberschule vier Freunde, mit denen er eine enge Bindung eingeht. Die fünf sind während ihrer Schulzeit eine verschworene Gruppe, eine harmonische Gemeinschaft. Die vier Freunde von Tsukuru teilen allerdings eine Gemeinsamkeit, die er selbst nicht besitzt: in jedem ihrer Nachnamen kommt eine Farbe vor. Die beiden Jungen hießen Akamatsu (Rotkiefer) und Oumi (blaues Meer), die Mädchen Shirane (weiße Wurzel) und Kurono (schwarzes Feld). Der Name von Tsukuru, dem fünften im Bunde, beinhaltete keine Farbe; eine Tatsache, die er von Anfang an als Makel empfindet. Während seine vier Freunde sich nach ihren Farben nennen: Aka, Ao, Shiro und Kuro (Rot, Blau, Weiß und Schwarz), bleibt Tsukuru farblos, fad und blass. Was für andere vielleicht nur eine nebensächliche Kleinigkeit ist, wiegt für Tsukuru wie eine schwere Last: er fühlt sich mittelmäßig, ohne Begabung und Talent, wie ein Gefäß ohne Füllung. Das einzige, was ihm Freude bereitet, ist der Besuch von Bahnhöfen und so ist es beinahe schon zwangsläufig, dass er die einzige Freude seines Lebens zu seinem späteren Beruf macht und Ingenieur für Bahnhofsgestaltung wird.

“Tsukuru hatte jedenfalls keine besondere Begabung, auf die er stolz sein oder mit der er sich vor anderen hervortun konnte. Zumindest fand er das. Er war in allem mittelmäßig. Oder farblos.”

Die eng geschmiedeten Bande zwischen ihm und seinen vier Freunden, werden in seinem zweiten Studienjahr jedoch urplötzlich gekappt, durchtrennt, zerschnitten. Ohne eine Begründung und ohne weitere Erklärungen, brechen die vier Freunde den Kontakt zu Tsukuru ab und fügen dem empfindsamen und verunsicherten jungen Mann dadurch nicht nur eine unendlich schmerzhafte Verwundung zu, sondern stürzen ihn in eine tiefe Identitätskrise.

“Seine Statur und sein Gesicht hatten sich ebenso wie seine Wahrnehmung radikal verwandelt. Wie Wind wehte, wie Wasser rauschte, wie Licht durch die Wolken fiel, ja sogar die Farben der jahreszeitlichen Blumen – alles war anders als früher. Eigentlich sogar völlig neu. Das Bild, das er im Spiegel sah, schien auf den ersten Blick Tsukuru Tazaki zu entsprechen, doch er war es nicht. Es war nicht mehr als eine notdürftige Hülle mit anderem Inhalt. Dass er sich noch bei seinem Namen nannte, lag nur daran, dass er im Moment keinen anderen hatte.”

Tsukuru ist zwanzig Jahre alt, als er in dieses bodenlose Loch stürzt und als einzigen Ausweg daraus, seinen eigenen Tod sieht. Doch er überlebt diese Krise, scheinbar folgenlos und ohne sichtbare Wunden. Sechzehn Jahre sollten vergehen: sechzehn Jahre, in denen er mit seinen ehemaligen Freunden kein Wort wechselt und keinen Kontakt hat, sechzehn Jahre, in denen fünf Leben, die zuvor eng miteinander verknüpft gewesen sind, plötzlich wie voneinander abgeschnitten erscheinen. Tsukuru Tazaki ist 36 Jahre alt, als er sich dazu entscheidet, eine Pilgerreise in die Vergangenheit anzutreten, um zu erfahren, warum ihn seine vier Freunde aus der Gemeinschaft ausgeschlossen haben. Auslöser für diesen Entschluss ist die zarte Liebe zu einer Frau, denn Sara, mit der Tsukuru sich trifft, fordert von ihm, sich seiner Vergangenheit zu stellen, um befreit und unbelastet in eine neue Zukunft gehen zu können – vielleicht mit ihr.

“Du kannst deine Geschichte weder auslöschen noch rückgängig machen. Denn damit würdest du zugleich dein inneres Wesen töten.”

Das, was mir beim Lesen des Romans sofort aufgefallen ist, ist das Fehlen der für Haruki Murakami typischen Magie: der fließende Übergang zwischen der wirklichen Welt und der Welt der Fantasie, Elemente des Surrealismus oder auch fabelhafte Wesen und Gestalten. Das, was seine Romane eigentlich auszeichnet, fehlt in “Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” vollständig oder tritt dezent in den Hintergrund. Konfrontiert wird der Leser mit der schnöden Realität, auch wenn es vereinzelte Szenen gibt, in denen Haruki Murakami zumindest die Grenzen der Realität verwischen lässt: es gibt Träume, die erschreckend real wirken, einen Mord ohne Mörder und in Formaldehyd eingelegte Finger. Wenn das fehlt, was viele vorherige Roman ausgezeichnet hat, ist die Frage, berechtigt, was diesen Roman besonders macht. Es ist in meinen Augen sicherlich nicht die Sprache, denn viele der Dialoge wirken holzschnittartig und mitunter etwas ungelenk und sperrig und doch hat er etwas an sich, dem ich mich beim Lesen nur schwer entziehen konnte.

Collage Murakami 2

Das Faszinierende des Romans ergibt sich aus seiner Komposition: Haruki Murakami hat nicht nur einen Roman geschrieben, sondern ein kleines Gesamtkunstwerk erschaffen, in dem Vergangenheit und Gegenwart, Erzählperspektiven und Stimmen ineinander übergehen. Tsukuru Tazaki bezeichnet sich selbst als farblos, doch der Protagonist des Romans leuchtet in viel intensiveren Farben, als er das selbst glaubt. Farbe ist das Leitmotiv des Romans, das immer wieder aufgegriffen wird. Ein weiteres Motiv ist die Pilgerreise, auf die sich Tsukuru Tazaki begibt. Bei der Umsetzung des Motivs bedient sich Murakami der Musik: erwähnt wird an mehreren Stellen der Komponist Franz Liszt mit seinem Stück “Le mal du pays”, dem achten Stück des Zyklus Années de pèlerinage (zu deutsch Pilgerjahre). Franz Liszt hat sich bei der Wahl des Titels von Goethes Entwicklungsroman “Wilhelm Meisters Lehrjahre” inspirieren lassen. Genauso wie Wilhelm Meister reist, um zu sich selbst zu finden, reist auch Tsukuru Tazaki in die Vergangenheit, um herauszufinden, wer er ist (er reist jedoch nicht nur metaphorisch, sondern es verschlägt ihn auf der Suche nach Antworten bis nach Finnland).

Haruki Murakami ist mit “Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” ein Buch gelungen, das auf den ersten Blick erstaunlich einfach wirkt, doch unter der Oberfläche eine faszinierende Vielfältigkeit offenbart. Der Roman lebt durch eine großartig gezeichnete Hauptfigur, denn dem Sog von Tsukuru Tazakis Lebensgeschichte kann man sich nur schwer entziehen. Lob und Anerkennung braucht Murakami, der in diesen Tagen von fast allen deutschen Feuilletons gefeiert wird, sicherlich nicht mehr und doch: dieses Buch war für mich ein ganz besonderes Buch, weil ich es nicht nur gelesen habe, sondern weil es mich bereichert hat. “Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” ist kein gehypter Besteller, der bei genauerem Hinsehen eine inhaltliche Leere offenbart, sondern bewegende und spannende Literatur. Chapeau, Herr Murakami!

43 Comments

  • Reply
    Karthause
    January 13, 2014 at 12:53 pm

    Danke für die schöne Buchvorstellung, liebe Mara. Eigentlich hatte ich die Bücher des Herrn Murakami aus meinen Wunschlisten verbannt. Ich wurde mit ihnen nicht wirklich warm. Jetzt machst du mich aber doch wieder einmal neugierig. LG Heike

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:19 pm

      Mir ging es da genauso wie dir, also wer weiß: die Chancen sind hoch, dass dir sein neuer Roman gefallen könnte! 😀

  • Reply
    woerterkatze
    January 13, 2014 at 1:22 pm

    Vielen Dank für die tolle Rezension zu Murakamis neuen Buch. Auch wenn es dieses Mal nicht so magisch ist, was ja seine Art zu Schreiben charakterisiert, hast Du mich neugierig auf das Buch gemacht. Ich mag Murakamis Bücher und auch dieses Kleinod aus seiner Feder werde ich mit Sicherheit lesen.

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:18 pm

      Dann bin ich bereits jetzt ausgesprochen gespannt, was du als Murakami-Fan zu diesem Roman sagen wirst – melde dich doch bitte noch mal mit deinen Eindrücken. 🙂

  • Reply
    wildgans
    January 13, 2014 at 1:34 pm

    Mir geht es wie Heike!
    Danke! Will es lesen!

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:13 pm

      Bitte, gern geschehen! 😀 Ich freue mich, dass ich dich infizieren konnte – viel Spaß bei der Lektüre.

  • Reply
    perlengazelle
    January 13, 2014 at 1:43 pm

    Interessant, was du über Herrn Murakami schreibst. Ich habe “Kafka am Strand” und “Afterdark” im Regal stehen – gekauft, weil angesteckt durch den Hype, konnte mich aber bis jetzt nicht dazu überwinden, sie zu lesen. Vielleicht quäle ich mich auch hindurch – das Magische liegt mir eigentlich nicht. Vielleicht ist der japanische Roman für westliche Leser generell ein wenig gewöhnungsbedürftig? LG perlengazelle

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:17 pm

      Liebe perlengazelle,

      ich kenne nicht viele japanische Autoren oder über asiatische Literatur. Versucht habe ich mich an Banana Yoshimoto, war aber nicht begeister. An Yoko Ogawa habe ich mich noch nicht herangetraut. Es fällt mir schwer, mich auf diesen magischen Surrealismus, den man irgendwie verstärkt bei Murakami & Co findet, einzulassen. Du kannst dir meine Erleichterung darüber vorstellen, dass es in den Pilgerjahren wirklich sehr realitätsnah zuging. 😉

      Liebe Grüße
      Mara

      • Reply
        perlengazelle
        January 15, 2014 at 2:34 pm

        Mir ist eingefallen, dass ich vor Jahren “Eine persönliche Erfahrung” von dem japanischen Autor Kenzaburo Oe gelesen habe. Hatte ich völlig vergessen. Hier sieht sich ein junger Universitätslehrer der Tatsache gegenüber, dass sein Erstgeborener eine Hirnanomalie hat. Er quält sich mit der Frage, ob er dieses Kind leben oder lieber sterben lassen soll. Ein erschreckend realistischer Roman – ganz und gar nichts Magisches. Beruht auf persönlichen Erfahrungen des Autors.
        http://de.wikipedia.org/wiki/Kenzabur%C5%8D_%C5%8Ce
        http://www.zeit.de/2010/34/Rettung-Kenzaburo-Oe
        liebe Grüße perlengazelle

        • Reply
          buzzaldrinsblog
          January 16, 2014 at 6:18 pm

          Danke für den Hinweis, liebe Perlengazelle. Von Kenzaburo Oe habe ich sogar etwas im Regal stehen. Bisher noch ungelesen, das wird sich aber nun sicherlich bald ändern. 🙂

  • Reply
    tanrak
    January 13, 2014 at 2:57 pm

    Tolle Rezension ! Schade dass in diesem Werk das Surreale zu kurz kommt…
    Genau darum mochte ich ja “Kafka am Strand” und

    • Reply
      tanrak
      January 13, 2014 at 2:59 pm

      .. und besonders “Naokos Lächeln”
      Na evtl warte ich auf die ebook oder Taschenbuchausgabe – dann aber !!
      Viele Grüße
      ak

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:13 pm

      Mir kam das ja sehr entgegen, ich kann mir aber vorstellen, dass große Murakami-Fans vielleicht auch enttäuscht sein werden. 🙂

      • Reply
        tanrak
        January 15, 2014 at 1:54 pm

        Ja stimmt wohl. Hab jetzt aber keine Murakami Vesperdose oder Murakami Bettwäsche… :))

  • Reply
    atalante
    January 13, 2014 at 3:31 pm

    Hallo Mara,
    ähnlich wie Du habe ich bisher keinen Zugang zu Murakami gefunden und seine Romane, die mir Freunde in die Hand drückten, höchstens angelesen nach einiger Zeit zurück gegeben.
    Jetzt bahnt sich an, daß ich den neuen Roman wegen einer Diskussionsrunde lesen muss. Ein wenig Angst hat mir schon die Rezension in der SZ genommen. Nach Deiner ähnlich positiven Beurteilung bin ich noch zuversichtlicher. Und gespannt!
    Viele Grüße,
    Atalante

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:12 pm

      Liebe Atalante,

      schön, dich mal wieder zu lesen. Vor dem neuen Roman von Murakami musst du wahrlich keine Angst. Sprachlich ist das Buch keine Offenbarung, doch es erzählt und komponiert sehr schön. Ich bin gespannt auf deine Eindrücke, wenn du es denn lesen solltest.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Hermia
    January 13, 2014 at 4:14 pm

    Ich habe das Buch auch gerade gelesen und fand es ebenfalls sehr gut – obwohl ihm hier die surrealen Elementen fehlten, die ich bei den anderen Bücher so sehr mochte. 😉

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:11 pm

      Liebe Hermia,

      mir kam das Fehlen dieser surrealen Elemente ja sehr entgegen, deshalb bin ich schon gespannt, wie “wahre” Murakami-Fans dieses Buch einstufen. Vielleicht ist es vor allem etwas für diejenigen, die eigentlich mit ihm fremdeln.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    dasgrauesofa
    January 13, 2014 at 5:23 pm

    Liebe Mara,
    ich habe die Lesefreude ja noch vor mir, immerhin kann ich das Buch nun schon betrachten und habe die ersten Sätze gelesen. Und nach Deiner auch fast euphorischen Besprechung – gerade, weil Du ja so sketptisch gewesen bist – freue ich mich umso mehr auf die Pilgerreise. Und die Musik von Liszt muss ich dazu auch hören. Wer weiß, vielleicht müssen wir beide doch nach das Gesamtwerk des Herrn Murakami nacharbeiten ;)!
    Viele Grüße, Claudia

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:08 pm

      Liebe Claudia,

      wie hast du dir das Buch eigentlich schicken lassen? Deine Wasserstandsmeldungen klangen ja danach, dass dir das Buch auch auf dem Wasserweg geliefert wurde. 😉 Ich bin auch auf deine Meinung bereits sehr gespannt – vielleicht ist dies ein Buch für diejenigen, die mit Murakami fremdeln. Bei den hartgesottenen Fans in Japan, ist es ja nicht auf allzu große Begeisterung gestoßen, während sich hier alle mit Lob überschlagen.

      Liebe Grüße
      Mara

      • Reply
        dasgrauesofa
        January 16, 2014 at 8:56 am

        Liebe Mara,
        dieses Mal habe ich es so gemacht, auch weil ich nur ganz selten in die Stadt und zum Buchladen komme, dass ich die Bücher, die mir in den Verlagskatalogen spontan gefielen, vorbestellt habe, damit ich auch keines aus den Augen verliere (nein nicht bei a…, das mache ich schon lange nicht mehr). Und dann gab es schon die ersten Veröffentlichungsnachrichten im Internet – und nichts passierte. Dann gab es eine Versandbestätigung – und nichts passierte. Nach drei Tagen kam Herr Tazaki dann endlich vorbei, ich weiß auch nicht, wo er sich herumgetrieben hat in der Zwischenzeit. Und nun kann ich zumindest schon einmal das wunderbar gestaltete Cover anschauen und bestaunen. – Was für ein Hype!
        Viele Grüße, Claudia

        • Reply
          buzzaldrinsblog
          January 16, 2014 at 6:06 pm

          Liebe Claudia,

          oh ja, der DuMomnt Verlag freut sich sicherlich über diesen Hype! Auf der anderen Seite freue ich mich, wenn gute Bücher gehypt werden. Bei vielen literarischen Hypes (Feuchtgebiete, Shades of Grey) offenbart sich dahinter dann ja doch eine erschreckende Leere. Das ist hier eindeutig anders. Bei der Lektüre wünsche ich dir schon jetzt ganz viel Spaß. 🙂

          Liebe Grüße
          Mara

  • Reply
    Buchschätzerin
    January 13, 2014 at 6:12 pm

    Wie gut, dass ich deine Zeilen gleich gelesen habe…
    Das Buch liegt seit Samstag in Reichweite meines Bettes und ich wollte es für unseren Lesekreis vorschlagen, dann waren mir wieder Zweifel gekommen, aber jetzt fühle ich mich ermutigt und bin gespannt, was sich zwischen den Seiten so finden läßt!
    Danke für die Ermutigung!
    Liebe Grüße von der Buchschätzerin

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:07 pm

      Liebe Buchschätzerin,

      ich glaube, dass das Buch für einen Lesekreis auf jeden Fall geeignet ist, weil es viel Diskussionsanlässe bietet. Unter der Oberfläche verbirgt sich noch einiges zwischen den Zeilen. Wenn ihr euch für das Buch entscheiden solltet, wäre ich sehr gespannt auf deine Eindrücke zu eurer Leserunde.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    masuko13
    January 13, 2014 at 7:14 pm

    Ich freu mich für dich, dass du Murakami mit “Herrn Tazaki” noch einmal eine Chance gegeben hast. Ja, man entdeckt so viel in seinen Romanen. Beim Lesen sowieso, aber ganz besonders in den Stunden und Tagen danach, entfalten sie eine unglaubliche Wirkung. Schöne Besprechung!

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:06 pm

      Liebe Masuko,

      ich freue mich, dass dir meine Besprechung gefallen hat und ich bin glücklich darüber, Murakami doch noch eine Chance gegeben zu haben und dadurch ein bereicherndes Lektüreerlebnis gehabt zu haben. Wunderbar. 🙂

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    guenterkeil
    January 13, 2014 at 7:25 pm

    Danke für die Rezension! Du warst schneller als ich, bin gerade dabei und habe einen ganz ähnlichen Eindruck wie du…

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:02 pm

      Oh, dann bin ich schon ganz gespannt auf deinen Eindruck am Ende! 🙂

  • Reply
    tobiaslindemann
    January 13, 2014 at 11:54 pm

    Liebe Mara, nein, liebe emsige Mara, muss ich fast schreiben, weil Du im noch so jungen Jahr schon so viel gelesen und rezensiert hast! Und jetzt hast Du mir auch noch Murakami schmackhaft gemacht! Das letzte Buch von ihm habe ich vor sechs Jahren gelesen, aber nach Deinem Text glaube ich, dass mir “Die Pilgerjahre…” sehr gefallen könnte. Herzlichen Dank für Deine Rezension!
    Viele Grüße
    Tobias

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 1:00 pm

      Lieber Tobias,

      so jung bin ich ja leider gar nicht mehr – doch dennoch freue ich mich über dein Lob. Den neuen Murakami wollte ich eigentlich gar nicht lesen, aber manchmal kann man sich diesen “Massenphänomenen” ja nicht entziehen. Ich habe die Entscheidung nicht bereut. Wenn mir der neue Murakami gefallen hat, könnte er dir auch gefallen – ich bin schon jetzt auf deine Eindrücke gespannt.

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Wortgalerie
    January 14, 2014 at 8:52 am

    Liebe Mara,
    wie schön, dass du dich mit diesem Murakami anfreunden konntest 🙂 Seitdem ich Murakami vor sechs Jahren für mich entdeckt habe, ist er mein Lieblingsautor und ich freue mich schon sehr auf die Pilgerjahre! 🙂 Ich mag seinen Schreibstil und seine surrealistischen Realitäten sehr. Allerdings finde ich ihn gar nicht so fern von der westlichen Welt, da einige seiner Figuren mitunter einen westlichen Lebensstil führen oder zumindest durch Musik und Marken dahingehend geprägt sind.
    Ich habe mir schon länger vorgenommen, andere japanische Autoren zu lesen, um Murakami besser einordnen und seine Kultur besser verstehen zu können.
    Viele Grüße,
    Ann-Christin

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 15, 2014 at 12:59 pm

      Liebe Ann-Christin,

      mir fiel es wie erwähnt bisher immer schwer, mich mit ihm anzufreunden. So erging es mir auch mit anderen asiatischen Autoren wie Banana Yoshimoto – irgendwie tue ich mir schwer mit dieser Form der Literatur. Die Markenfixierung von Murakami (Apple, Bang & Olufsen) ist mir übrigens in diesem Roman auch aufgefallen, wenn es kein Roman gewesen wäre, sondern ein Fernsehfilm der ARD, wäre wohl ein Verdacht der Schleichwerbung aufgekommen. 😉

      Liebe Grüße und dir viel Spaß bei den Pilgerjahren.
      Mara

  • Reply
    crischo
    January 18, 2014 at 7:57 am

    Murakami lässt sich am Besten vor dem Hintergrund japanischer Lebensumstände verstehen. Manches, was uns fremdartig erscheint, ist für Japaner etwas völlig Vertrautes. Als Japaner, der auf japanisch, in erster Linie für sein japanisches Publikum schreibt, wird Murakami auch in Zukunft ein Schriftsteller mit exzentrischen Inhalten bleiben.
    Ein Fabelwesen glaube ich entdeckt zu haben. Der grimmig-blickende Mann, dem die Haare büschelweise aus den Ohren wachsen und der Tsukuru zu Eri’s Haus führt: Ein finnischer Gnom?

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 18, 2014 at 1:16 pm

      Hallo Crischo,

      erst einmal: willkommen auf meinem Blog und danke für deinen Kommentar. 🙂 Ich glaube auch, dass die Art und Weise zu Schreiben, bei Murakami sehr stark von seiner Herkunft abhängt und vielen seiner “Fans” scheinen die exzentrischen Ideen ja auch zu gefallen. Mir gefallen dann eher die bodenständigeren Bücher, in denen höchstens ein sechster Finger und ein finnischer Gnom auftauchen. 😉

      Liebe Grüße
      Mara

  • Reply
    Kaffeehaussitzer
    January 22, 2014 at 12:01 pm

    Bisher habe ich mit Murakamis Romanen auch immer etwas gefremdelt. Aber deine Besprechung hat mich überzeugt, es noch einmal zu versuchen. Danke dafür.

    • Reply
      buzzaldrinsblog
      January 22, 2014 at 2:35 pm

      Gerne geschehen, ich freue mich ja über jeden, den ich doch noch mal neugierig auf Murakami machen kann, denn ich habe ja auch lange gefremdelt. 🙂

  • Reply
    Preis der Leipziger Buchmesse! | buzzaldrins Bücher
    February 6, 2014 at 10:42 am

    […] Ursula Gräfe: „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“, aus dem Japanischen, von Haruki Mur… […]

  • Reply
    Das fremde Buch des vertrauten Herrn Murakami. | Klappentexterin
    February 23, 2014 at 2:36 pm

    […] Rezensionen zum Buch findet ihr hier: > Buzzaldrins Bücher > deep read > Japanische Literatur > Literaturen > […]

  • Reply
    Yoko Ogawa: Schwimmen mit Elefanten | We read Indie
    February 26, 2014 at 11:23 am

    […] ist, so liest man andernorts, sein neuester Roman Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki ein »Gesamtkunstwerk«, eine »besonders köstliche Delikatesse«. Die Zweifel bleiben, und dennoch bin ich nun erneut […]

  • Reply
    Ursula Gräfe im Gespräch! | buzzaldrins Bücher
    March 11, 2014 at 12:19 pm

    […] Übersetzungen der Romane von Haruki Murakami bekannt. Zuletzt übersetzte sie seinen neuesten Roman “Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” – mit ihrer Übersetzung wurde sie für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, der am […]

  • Reply
    Liebe im Miniaturformat (3) | Buzzaldrins Bücher
    August 16, 2015 at 7:02 am

    […] Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki […]

  • Reply
    imandra777
    November 19, 2017 at 11:36 am

    Eine schöne Rezension. Ich freue mich schon darauf es zu lesen. Es steht noch im Regal und wartet auf seine Zeit. Ich habe von dem Autor bisher auch nur Gutes gehört und bin ganz gespannt auf seinen Schreibstil.
    Liebe Grüße,
    Immi

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