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Alles Abseitige

Ein Jahr in Büchern

Ich kann es kaum glauben, weil es so schnell vergangen ist, aber auch das Lesejahr 2016 neigt sich mittlerweile dem Ende zu. Das neue Jahr, voller neuer Bücher und Lesestunden, ist nicht einmal mehr zwei Wochen entfernt. Auch wenn sich das Wetter noch gar nicht so wirklich von seiner winterlichen Seite zeigen mag, verbringe ich die Tage momentan dann doch ganz gerne mit einer warmen Decke, einem guten Buch und einer Tasse Tee. Ob in den letzten Tagen dieses Jahres nicht doch noch ein anderes Lesehighlight um die Ecke kommen wird, kann ich also jetzt eigentlich noch gar nicht mit endgültiger Sicherheit sagen.

Dennoch habe ich das vergangene Wochenende dazu genutzt, mich durch mein Blogarchiv zu klicken – auf  der Suche nach den Höhepunkten meines Lesejahres. Dabei habe ich festgestellt, dass ich in diesem Jahr zwar einiges gelesen habe, aber nicht ganz so viel davon auf meinem Blog besprochen wurde. Ihr könnt euch im neuen Jahr also auf jeden Fall noch auf die eine oder andere Besprechung eines gelesenen Buches des vergangenen Jahres freuen, hier liegt noch ein ganzer Stapel, der darauf wartet, euch endlich vorgestellt zu werden. Darunter auch Hier bin ich von Jonathan Safran Foer, das mir so gut gefallen hat, dass es trotzdem unbedingt auf meine Liste der Jahreshighlights kommen musste! Unter den Büchern, die ich gelesen habe, waren ganz viele tolle Geschichten, wunderbare Figuren und verzaubernde Worte und – anders als in den Jahren zu vor – auch viel Autobiographisches. Ich konnte mich kaum entscheiden, welche zu meinen Lieblingsbüchern gehören – deshalb gibt es bei mir auch keine Top 5 oder  Top 10, sondern gleich eine Top 15.

Diese fünfzehn Bücher haben mich in diesem Jahr besonders begeistert:

Sarah Kuttner – 180° Meer

Patti Smith – M Train

Amanda Palmer – The Art of Asking

Garth Risk Hallberg – City on Fire

Elena Ferrante – Meine geniale Freundin

Haruki Murakami – Von Beruf Schriftsteller

Katharina Winkler – Blauschmuck

Karl Ove Knausgard – Träumen

Benjamin von Stuckrad-Barre – Panikherz

Helen MacDonald – H wie Habicht

Jonathan Safran Foer – Hier bin ich

Lars Mytting – Die Birken wissen’s noch

Deborah Feldman – Unorthodox

Nis-Momme Stockmann – Der Fuchs

John Irving – Das Hotel New Hampshire

Als ich mich so durch mein Archiv klickte, ist mir aufgefallen, dass ich in diesem Jahr ein paar neue Lesepfade eingeschlagen habe: ich habe bereits im vergangenen Jahr Autobiographien und Erinnerungsbücher für mich entdeckt, wodurch sich eine ganz neue literarische Welt für mich eröffnet hat. Auch in diesem Jahr habe ich einige tolle Bücher über das Leben, das Lesen und das Schreiben entdeckt. Neben den Neuerscheinungen, an denen auch ich natürlich nicht vorbeikomme, habe ich in diesem Jahr auch endlich mal ein paar eingestaubte Bücher aus meinem Regal geholt, die dort schon viel zu lange standen – so hatte ich es mir ja auch vorgenommen, als ich vor einiger Zeit mal über das literarische Haltbarkeitsdatum schrieb.

All die Bücher auf der Liste meiner fünfzehn Jahreshighlights haben mich auf ganz unterschiedliche Art und Weise berühren und begeistern können, viele der Geschichten und Figuren trage ich immer noch in meinem Herzen. Die Titel machen sich übrigens nicht nur gut auf einer Liste voller Jahreshighlights, sondern  natürlich auch unter dem Weihnachtsbaum. Für mich sind diese fünfzehn Bücher tatsächlich fünfzehn Lebensbücher, die mich noch eine ganze Weile weiter begleiten werden.

Wie war denn euer Lesejahr 2016? Habt ihr ein Lesehighlight, das euch besonders im Gedächtnis geblieben ist? Ich schwelge noch in den Erinnerungen und Geschichten dieses Jahres und bin gleichzeitig schon ganz gespannt auf das kommende Lesejahr und auf die Entdeckungen, die ich machen werde. Auch wenn das Jahresende immer dazu einlädt, Beschlüsse und Vorhaben zu fassen, habe ich keine Leseziele für das kommende Jahr – ich nehme mir auch nicht vor, keine Bücher zu kaufen, ich möchte mich stattdessen einfach durch das kommende Jahr treiben lassen, einkaufen und lesen und hoffentlich die eine oder andere Entdeckung machen, die ich mit euch teilen kann. Erhalten möchte ich mir auch meine Begeisterung, meine Neugier und meine Freude an guter Literatur – und natürlich auch am Bloggen.

Derweil verabschiede ich mich schonmal in den Bücherwinterschlaf, denn für mich geht es morgen mit einem Koffer voller Bücher auf die Insel Amrum – wir lesen uns dann im kommenden Jahr wieder, ich freue mich schon darauf!

Meine Bücher sind umgezogen

Meine Bücher sind in den letzten Jahren ganz schön herum gekommen. Im vergangenen Jahr hat sogar ein Großteil von ihnen ein betrübliches Dasein in Kisten gefristet: ich hatte viel zu wenig Platz, um alle auspacken und einräumen zu können. Vor drei Wochen bin ich erneut umgezogen und nun ist alles anders: ich habe endlich einen Raum, der groß genug für meine Bücher ist und mittlerweile habe ich sie auch alle aus den Kisten befreit und allesamt in die Regale eingeräumt.

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“Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.” – Jorge Luis Borges

Meine letzten Wochen habe ich also zumeist zwischen meinen Büchern verbracht: ich stand an meinen Regalen und habe gepackt, gepackt und gepackt. Manchmal konnte sich diese Arbeit stundenlang hinziehen, denn ich habe mich immer wieder fest gelesen, in alten Lieblingsbüchern, aber auch in Büchern, die ich noch nie in die Hand genommen habe. Bücher, die ich gekauft, ins Regal gestellt und vergessen habe.

Dabei kam mir der Gedanke, dass ein Umzug nicht nur eine Möglichkeit ist, sich endlich mal von Büchern zu trennen, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, alte Bücherschätze wieder zu entdecken und sie sich zurück in das Gedächtnis zu rufen – ich habe beim Ein- und Auspacken eine kleine Liste an Büchern erstellt, die schon viel zu lange Staub in meinen Regalen angesetzt haben und die ich durch den Umzug nun wieder entdecken durfte und endlich lesen möchte.

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Wie bereits erwähnt: Im Moment ist es ja sehr beliebt überall, ans Bücherregal zu treten, um Bücher auszusortieren – ich kann euch aber ebenfalls sehr empfehlen, euch einfach mal vor eure Regale zu stellen, um Bücher wieder zu entdecken. Längst vergessene und schon lang verstaubte Bücher! Es ist ein wunderbares Gefühl, fast so, als würde man sich die Bücher noch einmal kaufen!

Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf meinen Bücherstapel, der schon hier neben mir liegt und darauf wartet, nun endlich gelesen zu werden.

Literaturbloggerbuch – endlich ist es da!

Vor ein paar Wochen hatte ich euch bereits davon erzählt, dass für mich ein Traum in Erfüllung gegangen ist: ich habe mein eigenes Buch nicht nur geschrieben, sondern auch veröffentlichen dürfen. Nun ist es endlich erschienen: das Literaturbloggerbuch ist seit heute in fast allen Onlineshops als eBook erhältlich! Ja, richtig – als eBook! Im Moment gibt es leider noch keine Pläne, das Buch auch gedruckt erscheinen zu lassen. Aus diesem Grund ist es momentan nur möglich, das Literaturbloggerbuch digital zu lesen oder es sich auszudrucken!

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Was vor einigen Wochen noch wie in weiter Ferne wirkte, ist nun Realität und ich muss gestehen, dass ich total aufgeregt bin und gespannt auf eure Reaktionen warte! Meldet euch also bitte unbedingt mit Kritik, Anmerkungen und Wünschen – es ist geplant, das Buch in regelmäßigen Abständen zu updaten, wenn ihr euch also Informationen zu einem bestimmten Thema wünscht, dann lasst es mich wissen.

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch noch einmal nachdrücklich bei all den Menschen bedanken, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben – zuallererst genannt sei natürlich mein Verlag, Edel Elements, ebenso wertvoll war aber auch die Zusammenarbeit mit meiner Lektorin Martha Wilhelm. Und auch wenn auf dem Literaturbloggerbuch nur mein Name steht, möchte ich doch erwähnen, dass es das Gemeinschaftsprojekt vieler Blogger ist, die mit ihrem Wissen zum Entstehen beigetragen haben. Unterstützt wurde ich von:

Das Literaturbloggerbuch ist also nicht nur ein Einzelprojekt, sondern eine gemeinsame Arbeit, die von dem Wissen aller beteiligten Blogger profitiert hat!

Leserunde mitCandy Bukowski auf

Infos zum Buch:
Titel: Literaturbloggerbuch
ISBN: 9783955308773
Preis: 4,99€
Seitenzahl: 150 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.10.2016

Bestelllink: Amazon, ebook.de, Hugendubel

Also: ich feiere dann heute nochmal ein wenig die Veröffentlichung, genieße es, dass sich mein Traum erfüllt hat und freue mich auf all eure Rückmeldungen, Gedanken und Hinweise!

Bob Dylan erhält den Literaturnobelpreis 2016

Das Schönste am Literaturnobelpreis ist eigentlich das Geraune und Gerede in den Tagen davor – es ist schon fast standesgemäß, dass in den Tagen und Wochen vor der Preisverleihung von den üblichen Verdächtigen gesprochen wird: von Haruki Murakami bis hin zu Philip Roth und ebenso typisch ist es, wenn es dann keiner der Genannten wird. So auch dieses Jahr! Stattdessen wurde Musiker und Songwriter Bob Dylan mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet!

Bob Dylan – also! Als ich mir im Livestream die Verkündung anschaute, war das Geraune und Gelächter im Saal groß. Es ist gerade Mal zwei Jahre her, dass Andreas Platthaus in der FAZ zu dem Fazit kam, dass Bob Dylan den Literaturnobelpreis zwar verdienen, aber nie erhalten würde! Jetzt hat er ihn schließlich doch noch bekommen. Die Begründung der Jury liest sich wie folgt: Bob Dylan erhält den Literaturnobelpreis, da er “neue poetische Ausdrucksformen innerhalb der großen amerikanischen Song-Tradition” erschaffen habe. Damit ist der 75-Jährige der erste Songtexter, der jemals den Literaturnobelpreis erhalten hat.

Ich kann zu der Verleihung erstaunlich wenig sagen, da ich tatsächlich keinen einzigen Song von Bob Dylan kenne. Bombardiert mich also gerne mit Empfehlungen und Tipps in den Kommentaren – ich bin für alles offen!

Ein Musiker als Literaturnobelpreisträger muss für viele Buchhändler zunächst einmal eine Enttäuschung sein, es gibt aber erstaunlich viel von und über Bob Dylan zu lesen:

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Heinrich Detering: Bob Dylan – Robert Shelton: Bob Dylan – Bob Dylan: Alle Songs – Bob Dylan: Chronicles Volume 1 – Sean Wilentz: Bob Dylan und Amerika – Bob Dylan: Lyrics – Heinrich Detering – Bob Dylan

Ganz besonders gespannt bin ich auf die erste Ausgabe der Chronicles – den Tagebüchern von Bob Dylan – in die ich auf jeden Fall einen Blick rein werfen werde.

So ist die diesjährige Entscheidung beim Literaturnobelpreis zwar eine Überraschung für mich und sicherlich auch für viele andere, aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, einen Autor und Musiker ganz neu zu entdecken! Was Schöneres könnte es doch eigentlich nicht geben. Und wie gesagt: wenn ihr noch Tipps haben solltet, dann immer her damit!

#WorldBookshopDay

Heute ist #WorldBookshopDay, also ein Tag, der förmlich dazu einlädt, neue Buchläden zu entdecken, durch bekannte Buchläden zu stöbern und – natürlich – so viel Geld wie möglich in Buchhandlungen auszugeben!

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Erst letzte Woche hatte ich in Würzburg wieder mal eine traumhafte Buchhandlung entdeckt: in der Buchhandlung Frauenland ist wahrscheinlich jeder Quadratzentimeter mit Büchern vollgestellt, auf meterhohen Türmen stapeln sich die Bücher und auf den ersten Blick habe ich die Inhaberin gar nicht entdecken können, weil sie hinter einem Bücherturm verborgen gewesen ist! Ausgerechnet an diesem Tag hat die Buchhandlung ihren achtundzwanzigsten Geburtstag gefeiert und ein bisschen wirkte dieser Ort auch wie ein Relikt aus einer vergangenen Zeit: ich konnte meine Bücherschätze dort nur mit Bargeld bezahlen und statt in einen Computer guckte die Frau in einem dicken Ordner mit ganz viel Papier nach, als ich nach einem Buch fragte. Auch kann ich diesen wunderschönen Ort euch nicht verlinken, da es keine Homepage zum Buchladen gibt. Natürlich schätze ich die Annehmlichkeiten der großen Buchhandlungen – ich finde es toll, online nachzusehen, ob ein Buch vorrätig ist; ich finde es auch toll, per WhatsApp oder Twitter bestellen zu können – doch nichts ist für mich schöner als diese kleinen Orte, an denen man Literatur noch wirklich spüren, anfassen und einatmen kann.

Ich werde deshalb auf jeden Fall gleich das Haus verlassen und mich auf den Weg zur Buchhandlung machen, um – so wie eigentlich fast jeden Tag – den #WorldBookshopDay zu feiern! Wer in Hamburg lebt, dem hilft vorher vielleicht noch ein Blick in meinen kleinen Buchhandlungsführer durch die Hansestadt!

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Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr kaufen wollt, dann habe ich übrigens noch ein paar tolle Tipps für euch – wie wäre es denn passenderweise mit einem Buch, das in der Buchhandlung spielt? Ich habe schon immer gerne Bücher gelesen, die an den Orten spielen, an denen ich mich am liebsten aufhalte – was könnte da passender sein, als die Buchhandlung? Auf jeden Fall gibt es da einiges zur Auswahl:

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Ann Patchett: Aus Liebe zum Buch – Thomas Montasser: Ein ganz besonderes Jahr – Katarina Bivald: Ein ganz besonderes Jahr – Petra Hartlieb: Meine wundervolle Buchhandlung – Penelope Fitzgerald: Die Buchhandlung – Helene Hanff: 84 Charing Cross Road

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Ach, da fällt mir ein: Eines der bekanntesten Bücher über eine Buchhandlung ist übrigens auch “Shakespeare & Company”, das Erinnerungsbuch von Sylvia Beach – hier geht es nicht nur um eine Buchhandlung, sondern auch um eine starke Frau! Ihr merkt also, an Lesestoff mangelt es nicht!

Also: auf geht’s, stürmt die Buchhandlungen! Und erzählt mir anschließend gerne, was ihr euch gekauft habe!

“Zürich liest 2016” – und ich bin dabei

Der Oktober ist für mich durch die Buchmesse in Frankfurt immer ein ganz aufregender Monat. In diesem Jahr ist er aber ganz besonders aufregend, da ich Ende Oktober nach Zürich fahren werde, um das dortige Lesefestival zu begleiten. Ihr habt davon vielleicht auch schon bei meinen Bloggerkollegen gelesen – mit mir fahren nämlich auch noch vier weitere Blogger: Kapriziös, Die Buchbloggerin, Pinkfisch und der Kaffeehaussitzer.

Dass ein Festival auf die Idee kommt, sich Blogger mit ins Boot zu holen, die auf ihren Kanälen die Lesungen und das bunte Drumherum begleiten, ist etwas, das ich mir zuvor schon lange gewünscht habe! Ich reise unheimlich gerne und habe Spaß an Lesungen und literarischen Veranstaltungen – in Zürich werde ich also wahrscheinlich gut aufgehoben sein! Ich werde Zürich – eine Stadt, in der ich noch nie zuvor gewesen bin – vom 26.10. bis zum 30.10. unsicher machen und freue mich schon sehr darauf.

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Vorab musste ich mich übrigens entscheiden, welche Veranstaltungen ich mir anschauen möchte und das war gar nicht so leicht – das fünftägige Programm hat nämlich ziemlich viel zu bieten. Auf insgesamt hundert Seiten finden sich Veranstaltungen rund um das Buch und die Auswahl fiel dementsprechend schwer. Entschieden habe ich mich schließlich für das folgende Programm:

Mittwoch:

20:00 – 22:00 «Zürich liest’16»: Die Eröffnung. Mit Jonas Lüscher, Frédéric Zwicker und seiner Band Knuts Koffer

Donnerstag:

12:00-18:00: Gomringer & Gomringer

19:30-21:00: Tim Parks & Peter Stamm

Freitag:

15:00 – 17:00: Food Tasting at the Bookshop

17:00 – 18:00: Zürcher Verlage öffnen ihre Türen: Rotpunktverlag

19:30 – 21:00: Lukas Bärfuss liest

22:00 – 23:00: Nachtlesung in der Krypta mit Nadja Küchenmeister

Samstag:

11.00 Uhr: Keller, Joyce und Lenin – Führung durch die Bibliothek der Museumsgesellschaft

14:00 – 15:15: Grenzenlose Literatur – Michael Fehr und Raoul Schrott

14:00 – 18:00: Nachmittag der offenen Verlage

20.00 Uhr: Christian Kracht liest

Sonntag:

10:30 – 12:00 Frühstücken mit Laura de Weck
PicMonkey CollageEin ziemlich ausgefülltes Programm – auf das ich mich schon jetzt sehr freue! Ein besonderes Highlight für mich dabei ist übrigens die Lesung von Christian Kracht, auf die ich schon sehr gespannt bin! Ihr dürft euch übrigens in den kommenden Wochen und dann natürlich auch besonders während des Festivals auf einige Berichte, Bilder und Eindrücke von mir – und natürlich auch von meinen Bloggerkollegen – freuen.

Passend zum Lesefestival in Zürich wurden übrigens in der vergangenen Woche auch noch die nominierten Autoren und Autorinnen für den Schweizer Buchpreis bekannt gegeben:
PicMonkey CollageVier der fünf Bücher stehen ganz oben auf meiner Leseliste! Eine in jedem Fall sehr interessante Auswahl – ich ahne schon: mein diesjähriger Herbst wird schweizerisch!

Alle Infos:

Zürich liest
Programm
Schweizer Buchpreis

5 Erkenntnisse aus 5 Blogjahren!

5 Jahre Buzzaldrins Bücher – auf den Tag genau! Ist das denn zu fassen? Heute vor fünf Jahren habe ich meine erste Rezension in die Welt hinausgeschickt und habe damals gespannt darauf gewartet, welche Reaktionen es geben wird. 5 Jahre ist das jetzt her, kaum zu glauben! In diesen 5 Jahren habe ich ganz viel erlebt und gelernt, von diesen Erfahrungen und Erkenntnissen möchte ich euch heute gerne erzählen.

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1.) Ich gestatte mir selbst, mich und meine Meinung immer mal wieder zu ändern: 

Wenn ich auf die vergangenen 5 Jahre zurück blicke, blicke ich nicht nur auf ein riesiges Archiv an Buchempfehlungen zurück, sondern auch auf das, was nicht geklappt hat und Ideen, die gescheitert oder nach kurzer Zeit wieder eingeschlafen sind. Ich glaube, dass Veränderungen zu einem Blog dazu gehören und das es erlaubt sein sollte, Dinge auszuprobieren, weiterzuentwickeln oder zu verwerfen. Vieles von dem, was ich vor Jahren gemacht habe, mache ich heutzutage ganz anders. Für mich ist einfach nur wichtig, immer offen für Veränderungen zu sein und auch dafür, mich weiterzuentwickeln.

2.) Zahlen sind nicht alles

Ich kann mich noch ganz genau an meine ersten Schritte als Buchbloggerin erinnern und vor allen Dingen daran, wie wichtig mir die Zahlen gewesen sind: wie viele haben meinen Beitrag gelesen, geliket, kommentiert? Wie vielen gefällt eigentlich meine Facebookseite? Und warum wurde mein Instagrambild dieses Mal nur dreiundzwanzig Mal geliket? Natürlich ist es ein großartiges Gefühl, wenn ein Beitrag von möglichst vielen Menschen gelesen wird – Zahlen sind aber nicht alles! Ich mache mich nicht mehr mit meinen Statistiken verrückt, denn ein Buchblog ist schließlich kein Wettbewerb. Eines kann ich euch verraten: Euer Leben wird auf gar keinen Fall glücklicher oder erfüllter sein, wenn ihr endlich dreihundert Besucher am Tag habt. Sobald ihr dreihundert Besucher am Tag habt, wollt ihr sechshundert haben und dann tausend und dann zweitausend. Mehr Besucher, mehr Kommentare, mehr Likes – das ist ein Kreislauf, der nie endet und das einzige, das mir damals geholfen hat, war ein bisschen mehr Gelassenheit. Ich habe heutzutage um die 500 Besucher am Tag, manchmal gibt es auch Wochen, in denen ich 300 Besucher habe – aber ich habe aufgehört, mir darüber Gedanken zu machen. Stattdessen tue ich einfach das, was mir am meisten Freude macht und glaube daran, dass meine Besucher schon ganz gerne bei mir bleiben wollen.

3.) Qualität ist immer wichtiger als Quanität

Ich hatte früher noch deutlich mehr Zeit für meinen Blog und es gab Wochen, in denen ich manchmal bis zu vier Beiträge veröffentlicht habe. Als ich im vergangenen Jahr dazu gezwungen gewesen bin, deutlich kürzer zu treten, ist mir klar geworden, dass es vielleicht gar nicht so klug gewesen ist, meine Leser so mit neuen Beiträgen zu überschütten. Wer kann das eigentlich noch alles lesen? Wer hat die Zeit, sich mit all diesen Buchtipps und Beiträgen zu beschäftigen? Heutzutage verzichte ich lieber mal auf den einen oder anderen Beitrag, bevor ich nur etwas veröffentliche, um Lücken zu füllen und nehme mir stattdessen etwas mehr Zeit dafür, einzelne Beiträge vorzubereiten. Mit einem einzelnen Post in der Woche kann ich manchmal mehr Leute erreichen, als mit drei oder vier Beiträgen – denn in den einen habe ich richtig viel Zeit und Mühe investiert. Außerdem habe ich so viel mehr Zeit für mich selbst, für das Lesen und dafür neue Ideen für meinen Blog zu entwickeln. Klingt gut, oder?

4.) Ich möchte andere an meinem Wissen teilhaben lassen

Ich glaube, dass ich eine der ersten Buchblogger auf einer Bloggerkonferenz gewesen bin, damals habe ich mich ziemlich exotisch gefühlt, heutzutage habe ich schondeutlich mehr von uns animiert, mit mir zu kommen. Die Möglichkeit, sich gemeinsam mit anderen über das zu unterhalten, was ich so gerne tue, macht einfach Freude. Ebenso viel Freude macht es mir, mein eigenes Wissen zu teilen: entstanden ist daraus in den vergangen Jahren die Kategorie #bloghilfe, der Blogger Newsletter und nun auch mein Literaturbloggerbuch (habe ich euch  schon erzählt, wie aufgeregt ich deshalb bin?).

Insgesamt ist es mir einfach wichtig, mir Zeit für andere zu nehmen, für die Kommentare hier auf meinem Blog, für Mails, die mich erreichen, für Wortmeldungen auf meinen sozialen Kanälen. Mein Blog ist für mich nicht nur ein Publizierungsorgan, sondern auch ein Interaktionsmedium!

5.) Ich bin ich selbst

Es ist für mich lange nicht leicht gewesen herauszufinden, wie ich mich sehe und wie ich sein möchte. Es gab in den vergangenen fünf Jahren immer wieder Momente, in denen mir die Rezensionsexemplare über den Kopf gewachsen sind. Rezensionsexemplare, die ich mir bestellt habe, weil ich sie auf anderen Blog gesehen habe – nicht, weil ich sie lesen wollte. Auf Buchblogs passiert tagtäglich so viel, dass es für mich nicht immer leicht gewesen ist, nicht ständig nach rechts und links schauen zu wollen. Heutzutage lautet mein Motto: ich möchte den Blog schreiben, den ich selbst gerne lesen würde! Für mich ist es nicht hilfreich, ständig zu anderen Blogs rüber zu schielen und mich zu vergleichen – ich habe meinen Stil, meine eigene Meinung und meinen Geschmack. Das gefällt nicht allen, aber immerhin gefällt es mir! Ich kann euch verraten, dass diese Sichtweise ungemein entspannt!


1473405850431Den größten Anteil an meinem Blog habt aber ihr – ich freue mich immer wieder wie ein kleines Kind über jeden Kommentar von euch, jeden Austausch und jede Rückmeldung. Deshalb gibt es auch ein kleines Dankeschön zum fünfjährigen Geburtstag – unter all denjenigen, die diesen Beitrag bis zum 30.9.2016 kommentieren, verlose ich eine selbstgenähte Buchstabentasche.

Viel Glück, vielen Dank und auf die nächsten fünf Blogjahre!

 

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